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Angiologie 1. Dezember 2007

Leitlinien für die venöse Thromboembolieprophylaxe in Österreich

Venöse Thromboembolien treten bei einem bedeutenden Anteil von Patienten in typischen Risikosituationen (z.B. Operation oder Trauma) auf. Durch gerinnungshemmende Medikamente, insbesondere die niedermolekularen Heparine, ist es möglich, die Anzahl an venösen Thrombosen, Pulmonalembolien und Tod durch Pulmonalembolie in diesen speziellen Risikosituationen zu senken. Nur die breite und richtige Anwendung von Antithrombotika stellt sicher, dass die Patienten in den jeweiligen Risikosituationen effektiv vor venösen Thromboembolien geschützt werden. Leitlinien (Guidelines) sind integrativer Bestandteil des Qualitätsmanagements und stellen die Anwendung evidenzbasierter Medizin sicher. Der Konsensus zur Durchführung der Thromboseprophylaxe in Österreich wurde von 23 Experten aus dem Gebiet der Hämostaseologie, Angiologie, Chirurgie, Orthopädie, Inneren Medizin, Anästhesiologie und Pharmakologie erarbeitet. Basierend auf den Guidelines des American College of Chest Physicians wurden die Vorschläge für die Durchführung der Thromboseprophylaxe auf den Gebieten Allgemeinchirurgie, Orthopädische Chirurgie, Unfallchirurgie und Innere Medizin erarbeitet. Es werden die Indikationen, die Art der Antithrombotika, Dosis und Dauer in den verschiedenen Indikationen vorgeschlagen. Die Erstellung der Österreichischen Leitlinien für die Venöse Thromboembolieprophylaxe soll durch eine Harmonisierung des Vorgehens ein größeres Maß an Sicherheit in Organisationsstrukturen für den Arzt, den Pflegebereich und den Patienten schaffen.

Ingrid Pabinger, Sabine Eichinger, Erich Minar, Herwig Niessner, Wiener klinische Wochenschrift

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