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Innere Medizin 1. Oktober 2007

Pulmonale Hohlraumbildungen, Myzetome und Hämoptysen

Myzetome der Lunge bestehen aus rundlichen Massen von Myzelien und Hyphen, Fibrin und Granulozyten, die sich in Höhlenbildungen der Lunge festsetzen und diese teilweise und ohne Gewebsinvasion ausfüllen. Die Begriffe pulmonales Myzetom und Pilzball werden häufig synonym verwendet. Pulmonale Myzetome werden gewöhnlich durch Schimmelpilze vom Aspergillustyp, in seltenen Fällen auch durch Mucor oder Hefepilze vom Typ Candida hervorgerufen und entstehen durch kolonsierendes Wachstum in vorgeschädigtem Lungengewebe. Hämoptysen sind dabei das häufigste Symptom. Da die systemische und lokale Wirksamkeit von Antimykotika nicht gesichert ist, sollte bei schweren Hämoptysen der chirurgischen Therapie der Vorzug gegeben werden, soferne die Lungenfunktion nicht limitierend eingeschränkt ist. Eine Resektion im Sinne einer Lobektomie oder Pneumonektomie ist allerdings mit erhöhter Mortalität verbunden, sodass für Risikopatienten Kavernostomie und Kavernoplastik Alternativen darstellen können.

Wolfgang Domej, Josef Hermann, Robert Krause, Martin Wehrschütz, Alfred Maier, Erich Flögel, Wiener Medizinische Wochenschrift

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