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Innere Medizin 1. November 2006

Eingeschränkte vaskuläre Endothelzellfunktion bei Patienten mit leichtgradigem obstruktivem Schlafap

HINTERGRUND: Untersucht wurde das Vorhandensein einer vaskulären endothelialen Dysfunktion, eine Frühform der Atherosklerose, bei Patienten mit leichtgradigem obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) (5/h < AHI < 15/h). PATIENTEN UND METHODE: Wir testeten die endothelzellabhängige und -unabhängige Gefäßreagibilität bei 10 Patienten mit leichtgradigem OSAS, 12 Gesunden und 20 Patienten mit mittel- bis schwergradigem OSAS (AHI > 15/h) mit der Handvenen-Compliance Messtechnik. ERGEBNISSE: Patienten mit leichtgradigem OSAS wiesen eine signifikante Einschränkung ihrer maximalen endothelzellabhängigen Vasodilatation nach Bradykinin-stimulation (Emax: 68,6 ± 30,2 %) gegenüber der gesunden Kontrollgruppe (94,8 ± 9,5 %; p < 0,05) auf, unterschieden sich hierin jedoch nicht signifikant von Patienten mit mittel- bis schwergradigem OSAS (57,1 ± 23,4 %, p = 0,33). Die endothelzellunabhängige Vasodilation war jeweils ungestört. 7 Patienten mit leichtgradigem OSAS zeigten eine Normalisierung ihrer Endothelzellfunktion nach 160,7 ± 82,2 Nächten CPAP-Therapie (Emax 90,8 ± 23,8 %; p < 0,01 vs. Ausgangsmessung; p = 0,7 vs. Gesunde). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Eine endotheliale Dysfunktion ist bereits bei Patienten mit leichtgradigem OSAS nachweisbar. Daher ist auch in dieser Patientengruppe ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko anzunehmen und eine CPAP-Therapie empfohlen.

Hans-Werner Duchna, Riccardo Stoohs, Christian Guilleminault, Marie Christine Anspach, Gerhard Schultze-Werninghaus, Maritta Orth, Wiener Medizinische Wochenschrift

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