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Innere Medizin 1. Mai 2006

Mangelernährung bei maligner intestinaler Obstruktion

Bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen findet sich bei bis zu 80 % der Patienten ein ungewollter Gewichtsverlust. Die Verschlechterung des Ernährungszustandes im Rahmen einer Tumorerkrankung ist mit einer ungünstigen Prognose assoziiert. Ferner bedingt die Mangelernährung eine erhöhte Morbidität oder kann bei Patienten in fortgeschrittenem Tumorstadium sogar die primäre Todesursache darstellen. Eine Mangelernährung kann zusätzliche Krankenhausaufenthalte nach sich ziehen. Für die Diagnose einer Malnutrition stehen einfache Assessments zur Verfügung, zum Beispiel das Ernährungsassessment SGA (Subjective Global Assessment nach Detsky et al.). Wird eine Mangelernährung bei Krebspatienten erkennbar, sollte frühzeitig mit einer gezielten Ernährungstherapie begonnen werden. Wenn möglich, sollte für eine Ernährungstherapie der enterale Weg bevorzugt werden. Im Falle einer malignen intestinalen Obstruktion kann der parenterale Weg gewählt werden. Die verfügbaren Daten aus klinischen Untersuchungen zeigen, dass von einer total-parenteralen Ernährung vor allem Patienten profitieren, deren voraussichtliche Lebenszeit 3 Monate oder mehr beträgt und deren Karnofsky-Index über 50 bzw. deren Performance Status über 2 liegt. Am Beispiel einer fortgeschrittenen GI-Tumorerkrankung werden die Möglichkeiten und Grenzen der Ernährungstherapie bei fortgeschrittener Tumorerkrankung diskutiert.

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