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Innere Medizin 1. April 2008

Protonenpunpemhemmer bei Barrett's Ösophagus

GRUNDLAGEN: Barrett's Ösophagus (BE) ist die morphologische Komplikation der gastroösophagealen Refluxkkrankheit (GERD) und der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung des Adenokarzinoms der Speiseröhre. Die Assoziation zwischen BE und GERD lässt hierbei eine bedeutsame Rolle der ösophagealen Säureexposition vermuten. METHODIK: Übersicht über Protonenpumpenhemmer (PPI)-Therapie bei BE. ERGEBNISSE: Die Onkogenese des Adenokarzinoms von BE über intraepitheliale Neoplasia (Dysplasie) wird noch immer nicht ganz verstanden, aber vermehrte und gestörte Proliferation dürften ein wichtige Faktoren sein. Ex vivo-Experimente und klinische Studie zeigten eine antiproliferative Wirkung der effizienten Säurehemmung auf die intestinale Metaplasia (BE) sowie eine tendenzielle Abnahme der Dysplasieentstehung. Heute werden PPIs erfolgreich im Management der GERD-Symptome eingesetzt, während sie alleine oder im Rahmen eines multimodalen Konzeptes (+endoskopischer Therapie) vielversprechende Therapieansätze erwarten lassen. Dass derzeit eine onkoprotektive Wirkung der PPIs nicht sicher nachgewiesen werden kann, hat möglicherweise auch damit zu tun, dass derzeit viele Patienten eine zu geringe PPI-Dosis erhalten. Da viele Patienten lebenslänglich PPIs benötigen, muss man ihre Nebenwirkungen berücksichtigen und ihren Stellenwert im Vergleich zur chirurgischen Therapie (Fundoplikatio) auswägen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Durch potentiell dauerhafte säurehemmende Wirkung mögen den PPIs eine wichtige Rolle im Langzeit-Management von BE und Ösophaguskarzinom zukommen.

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