zur Navigation zum Inhalt
 
Innere Medizin 6. November 2013

Lebertransplantation

Die Organtransplantation ist heute ein international etabliertes Therapieprinzip, welches aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken ist. Der Erfolg der Organtransplantation ist absolut von der Spenderfreudigkeit der Bevölkerung abhängig. Obwohl die Organtransplantation eine große Belastung für das Gesundheitsbudget darstellt, gibt es kein vergleichbares Verfahren in der Medizin mit so einem enormen Gewinn an Lebensqualität.
Die orthotope Lebertransplantation (LT) stellt den einzigen kurativen Therapieansatz für Patienten mit akutem und chronischem Leberversagen und mit einem hepatozellulären Karzinom dar. Auch primär biochemische Defekte in der Leber und die daraus resultierenden Komplikationen anderer Organsysteme werden durch die LT geheilt. Vor
Einführung der LT hatten diese Patienten keine Überlebenschancen. Die erste LT wurde 1963 in Denver von Thomas Starzl durchgeführt. In der Zwischenzeit gilt die LT als etablierte Therapieoption mit bereits über 200.000 Transplantationen weltweit. Die letzten 20 Jahre haben entscheidende Verbesserungen der chirurgischen Technik, der postoperativen Betreuung, der Immunosuppression und im Management von Transplantierten gebracht. In Österreich wurden in den letzten Jahren jährlich zwischen etwa 115 und 150 LT (Abb. 1), vornehmlich in den beiden Transplantationszentren Wien und Innsbruck, durchgeführt.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben