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Innere Medizin 1. Februar 2009

Campylobacteriose in Österreich: Situation und Trends

Campylobacter ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für akute bakterielle Gastroenteritis beim Menschen. Seit 1996 ist die Campylobacteriose in Österreich eine meldepflichtige Krankheit. Die Inzidenz ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Verbesserungen in der Meldetätigkeit haben die Kenntnisse zur Epidemiologie dieser Erkrankung in Österreich wesentlich gesteigert. Neben bereits existierenden Kontrollprogrammen im Lebensmittelbereich ermöglicht die Implementierung eines nationalen Surveillance-Programms zum Monitoring der Antibiotikaresistenz und der Prävalenz von Campylobacter in Tieren zur Nahrungsmittelproduktion eine kontinuierliche Überwachung von Trends in der Antibiotikaresistenz beim Menschen, Tier und Lebensmittel. Weiters wird dadurch eine umfassende Evaluierung des Auftretens von Campylobacter in den bedeutsamen Reservoirs für eine Infektion beim Menschen ermöglicht. Anhand dieser Daten können die wichtigsten Bereiche für Interventionen eruiert werden und zielgerichtete Kontrollmaßnahmen implementiert werden. Wie auch in anderen Ländern stellt die Resistenz gegenüber bestimmten Antibiotika, im Speziellen gegenüber Fluorochinolonen, ein Problem dar. Aufgrund des weltweiten Handels und der Reisetätigkeit der Konsumenten wird es jedoch notwendig sein, Kontrollstrategien zur Bekämpfung der Campylobacteriose auf EU-Ebene bzw. weltweit durchzuführen.

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