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Innere Medizin 1. November 2008

Einseitige Gesichtsschwellung als Erstsymptom eines metastasierten Pankreaskarzinoms – Fallbericht und Übersicht über die Literatur

HINTERGRUND: Metastatische Absiedlungen in den Kiefer-, Gesichtsbereich sind bei Patienten mit Pankreaskarzinom ungewöhlich und bislang erst in fünf Fällen beschrieben worden. FALLBERICHT: Ein 54-jähriger männlicher Patient suchte das Krankenhaus wegen einer Schwellung im Bereich des Unterkiefers auf. Histologisch bestand ein Adenokarzinom. Eine Computertomographie führte schließlich zur Diagnose eines Pankreaskarzinoms. Eine Radiochemotherapie wurde eingeleitet, jedoch frühzeitig aufgrund von intraoralen Blutungen im Bereich der Metastase wieder abgebrochen. In der Folge erhielt der Patient palliative Chemotherapie. Das Primum konnte stabilisiert werden, wohingegen die Raumforderung im Bereich der Mandibula weiter an Größe zunahm. Trotz maximaler Supportivtherapie verstarb der Patient im Januar 2007. SCHLUSSFOLGERUNG: Bei einer für Metastasen ungewöhnlichen Lokalisation wie der Mandibula sollte nicht nur Frage eines potentiell kurativen Therapieansatzes, sondern auch die möglicherweise geringere Sensitivität gegenüber konservativer Therapie und die Lebensqualität des Patienten in die Entscheidung, ob eine Metastasenresektion durchgeführt wird, miteinfließen.

Laurenz Vormittag, Boban Erovic, Christian Schopper, Christoph C. Zielinski, Gabriela Kornek, Dietmar Thurnher, Wiener klinische Wochenschrift

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