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Innere Medizin 1. Oktober 2008

Importierte nicht endemische, durch Arthropoden übertragene und parasitäre Erkrankungen bei Hunden in Österreich

HINTERGRUND: Die steigende Anzahl von nach Österreich importierten, nicht endemischen, durch Arthropoden übertragenen und seltenen parasitären Infektionserkrankungen bei Hunden ist die Grundlage für diese Studie. METHODEN: Die Anzahl und der Auslandsaufenthalt der Hunde, sowie die Infektionen wurden bei 174 Hunden an der Veterinärmedizinischen Universität Wien dokumentiert. Symptomatische Hunde mit bekannter Herkunft oder Aufenthalt im Ausland wurden in die Studie inkludiert. Die Hunde wurden auf Leishmaniose, Ehrlichiose, Dirofilariose und Rickettsiose getestet. ERGEBNISSE: Neben der caninen Leishmaniose, der Ehrlichiose, der Herzwurminfektion und der kutanen Filariose wurden Infektionen mit Rickettsia conorii, Cordylobia anthropophaga und Pentastomiden in 47% der Fälle diagnostiziert. Mischinfektionen traten bei 10% der untersuchten Hunde auf. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Das Verbringen von nicht endemischen Erregern und deren Vektoren nach Österreich stellt ein zunehmendes Risiko für diese Hunde dar. Eine direkte Übertragung vom Hund auf den Menschen ist unwahrscheinlich und die relevantesten Vektoren sind in Österreich nicht heimisch. Eine mögliche Steigerung des Risikos in Österreich könnte aus der weiteren Zunahme von importierten Hunden gemeinsam mit infizierten Vektoren resultieren. Zusätzlich steigt die Wahrscheinlichkeit einer Endemisierung von neuen Vektoren bei anhaltender Klimaerwärmung.

Michael Leschnik, Michael Löwenstein, Renate Edelhofer, Georges Kirtz, Wiener klinische Wochenschrift

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