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Innere Medizin 1. November 2007

Katheter-assoziierte Leuconostoc Bakteriämie nach pulmonaler Infektion durch Mycobacterium xenopi

Durch Leuconostoc spp. verursachte Infektionen sind sehr selten. Wir berichten über den Fall einer Leuconostoc Bakteriämie bei einem Patienten, der wegen einer Mycobacterium xenopi assoziierten Lungeninfektion behandelt wurde. Zusätzlich wies der Patient zahlreiche für eine Leuconostoc Infektion bekannte charakteristische prädisponierende Faktoren auf, wie schwere Grunderkrankungen, vorbestehende Langzeitantibiotikagabe, liegendem intravasalen Katheter, parenteraler Langzeiternährung, durch Methicillin-resistenten Staphylococcus epidermidis (MRSE) hervorgerufene Bakteriämie mit anschließender Vancomycin-Therapie sowie langdauerndem Spitalsaufenthalt. Leuconostoc spp. wurde aus mehreren Blutkulturen und einem entfernten intravasalen Katheter isoliert. Nach Entfernen des Katheters verbesserte sich der Zustand des Patienten ohne zusätzliche Antibiotikatherapie. Unseres Wissens ist dies der erste Bericht über eine Leuconostoc Infektion bei vorbestehender nichttuberkulöser Mykobakteriose der Lunge.

Monika Huber, Rudolf Rumetshofer, Karl-Heinz Stradal, Johannes Attems, Felix Lintner, Wiener klinische Wochenschrift

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