zur Navigation zum Inhalt
 
Innere Medizin 1. Februar 2008

Abszedierende Mastitis durch eine Ösophagusfistel

Mastitiden, die durch mediastinale Fisteln ausgelöst werden, sind extrem selten und können diagnostische und therapeutische Probleme aufwerfen. Wir berichten über eine 79-jährige Patientin mit seit einem Jahr rezidivierend auftretenden Mammaabszessen, die wiederholt operativ revidiert werden mussten. Anamnestisch bekannt war eine vor zwei Jahren vorausgegangene Gastrektomie mit Ösophago-Jejunostomie und nachfolgender okkulter Anastomoseninsuffizienz und ausgeprägter Entzündungsreaktion. Durch die intraoperative Sondierung der Fistel konnte eine Verbindung zwischen Abszess und Anastomose belegt werden; der Nachweis von pflanzlichen Bestandteilen in der Abszesshöhle (Speiseresten) führte schließlich zur pathogenetischen Beweisführung. Durch eine exakte Anamneseerhebung, eine gezielte präoperative Diagnostik und ein sorgfältig durchgeführtes Debridement hätte diese extrem seltene Komplikation möglicherweise früher erkannt werden können.

Kai Witzel, Ursula Riester, Hartmut Arps, Hartmut Kronsbein, Tahar Benhidjeb, Wiener klinische Wochenschrift

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben