zur Navigation zum Inhalt
 
Innere Medizin 1. Juni 2007

Die Beziehung zwischen Plasma-Peptid YY, Glukosestoffwechsel und kardiovaskulären Risikofaktoren nac

HINTERGRUND: Gewichtsverlust durch adipositaschirurgische Eingriffe reduziert Begleiterkrankungen adipöser Menschen. Die Umkehr pathologischer Sekretionsmuster appetitregulierender gastrointestinaler Hormone, wie Peptide YY (PYY), könnte zur Verringerung kardiovaskulärer Risikofaktoren beitragen. METHODIK: Bei 42 hochgradig adipösen Patienten (BMI = 45,7 ± 5,3 kg/m2) wurden klinische Untersuchungen und Blutproben zur Bestimmung von PYY, Blutfetten, Durchführung von oralen Glukosetoleranztests und Berechnungen zur Insulinsekretion (HOMA-%B) und -resistenz (HOMA-R, QUICKI) vor und nach 12 Monaten einer Magenband-Operation durchgeführt. RESULTATE: Adipositaschirurgisch induzierter Gewichtsverlust resultierte in Reduktion von Insulinresistenz (p < 0,03) und Plasma-Triglyzeriden (p < 0,01) um 54% und 26%, ohne Änderung der Nüchtern-PYY-Spiegel (16,2 ± 8,7 basal und 15,1 ± 6,3 pmol/l nach 12 Monaten). Vor Intervention korrelierte PYY negativ mit dem Gesamtcholesterin (p = 0,02), war aber weder mit Körpergewicht, Körpermasse oder Bauchumfang assoziiert. Der Verlauf von PYY (ΔPYY) korrelierte aber mit dem Insulinverlauf (ΔNüchtern-Insulin-Spiegel) (r = −0.582, p = 0.02 nach 12 Monaten) und HOMA-B (r = −0.677, p = 0.006 nach 6 und r = −0.660, p = 0.007 nach 12 Monaten). Eine diabetische Stoffwechsellage beeinflusste diese Resultate nicht. ZUSAMMENFASSUNG: Bei Adipositas korreliert PYY mit einem kardiovaskulären Risikofaktor und Markern der Insulinsekretion, aber weder mit Gewichtsreduktion noch mit Körpermasse.

Ursula Hanusch-Enserer, Mohammed A. Ghatei, Edmund Cauza, Steven R. Bloom, Rudolf Prager, Michael Roden, Wiener klinische Wochenschrift

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben