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Innere Medizin 1. Mai 2007

Immunantwort nach Pneumokokken- und Hämophilus-Impfung bei splenektomierten Patienten mit maligner h

Ziel der vorliegenden Studie war es zu untersuchen, ob eine zu Grunde liegende maligne hämatologische Erkrankung bei splenektomierten Patienten Einfluss auf die Immunantwort nach Impfung mit einem Bakterienpolysaccharid-Antigene (Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae) hat. Zwischen 1993 und 2003 wurden 44 splenektomierte Erwachsene in diese prospektive Studie eingeschlossen. 23 Patienten litten an einer malignen hämatologischen Erkrankung und waren zusätzlich splenektomiert (HM); 21 Patienten waren aufgrund eines Traumas splenektomiert (T) und dienten als Kontrollgruppe. Jeder Patient erhielt eine einmalige intramuskuläre Impfung mit 0,5 ml eines 23-valenten Pneumokokken Polysaccharid-Impfstoffes, sowie am anderen Arm 0,5 ml eines an Tetanus Toxid konjugierten Haemophilus influenzae Typ b Kapselpolysaccharid Impfstoffes. Betreffend die Impfantwort auf den 23-valenten Pneumokokken Impfstoff fand sich ein signifikant geringerer IgG und IgM Titeranstieg in der HM Gruppe verglichen mit der T-Gruppe (medianer IgG Anstieg: 1.27 [25 to 75% interquartile range: 0.7; 2.39] vs. 3.9 [2.1; 15.3] p < 0.001; medianer IgM Anstieg: 1.33 [1.0; 2.67] vs. 5.25 [2.33; 7.78], p < 0.001). In der HM Gruppe zeigten 8/23 und 6/23 Patienten einen zumindest zweifachen Titeranstieg von IgG und IgM, während die entsprechenden Werte für die T-Gruppe 16/21 und 16/20 betrugen. Der Antikörperanstieg in der HM Gruppe nach Hib-Impfung war zwar etwas ausgeprägter als nach der Pneumokokken-Polysaccharid Impfung, aber signifikant geringer als in der T-Gruppe. Zusammenfassend kann diskutiert werden, dass bei splenektomierten Patienten mit hämatologischer Grunderkrankung der Impferfolg nach Pneumokokken- aber auch nach Haemophilus influenzae-Impfung durch Bestimmung der Antikörper evaluiert werden sollte.

Karin Eigenberger, Christian Sillaber, Manfred Greitbauer, Harald Herkner, Hermann Wolf, Wolfgang Graninger, Rainer Gattringer, Heinz Burgmann, Wiener klinische Wochenschrift

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