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HNO 1. Juni 2010

Humane Papillomaviren in Kopf- und Hals-Tumoren: epidemiologische, molekulare und klinische Aspekte

Hochrisiko-Typen von humanen Papillomaviren (HR HPV) spielen eine wichtige Rolle in der Ätiologie einer Gruppe von Kopf- und Hals-Plattenepithelkarzinomen. Diese Übersicht konzentriert sich auf die epidemiologischen, molekularen und klinischen Aspekte der HPV-Infektion im Kopf- und Hals-Karzinom. Die DNA von HR HPV wurde in unterschiedlich hohen Anteilen von Kopf- und Halstumoren identifiziert, mit der höchsten Prävalenz im Oropharynx. Patienten mit HPV-assoziierten Tumoren zeichnen sich durch moderaten Tabak- und Alkoholkonsum aus. Manche Aspekte des Sexuallebens können einen Risikofaktor darstellen. Es wurde kürzlich festgestellt, dass sich die HPV-Infektion ausbreitet, und die steigende Prävalenz von HPV-positiven Tumoren ist wahrscheinlich in dieser Epidemie begründet. Auf der molekularen Ebene hat man bewiesen, dass die Onkoproteine E6 und E7 an der Onkogenese beteiligt sind. HPV-positive Karzinome haben eine bessere Prognose, und der HPV-Status sollte bei der klinischen Entscheidung eine Rolle spielen. Der steigende Anteil der HPV-positiven Tumoren unterstreicht die Bedeutung der HPV-Vakzination auch in der Prophylaxe der Kopf- und Halstumoren.

Jan Klozar, Ruth Tachezy, Eliška Rotnáglová, Eva Košlabová, Martina Saláková, Eva Hamšíková, Wiener Medizinische Wochenschrift 11/12/2010

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