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HNO 1. November 2009

Rezidivierender Pott's Puffy Tumor – eine untypische Präsentation einer seltenen Erkrankung

Wir berichten den Fall eines 14-jährigen Mädchens mit achtwöchiger Anamnese einer einseitigen Pansinusitis. Im Krankheitsverlauf fiel eine rechtsseitige frontale Schwellung auf, die unter antibiotischer Therapie zunächst wieder verschwand. Vier Wochen später trat die Schwellung erneut auf und wurde als rezidivierender Pott's Puffy Tumor diagnostiziert. Interessanterweise war das C-reaktive Protein (CRP) zu keinem Zeitpunkt erhöht. Die funktionelle endoskopische frontale Sinusotomie und eine antibiotische Therapie mit Ceftriaxon über 3 Wochen führten zur vollständigen Remission. Pott's Puffy Tumor ist ein subperiostaler Abszess des Stirnbeins, der sich typischerweise als lokalisierte Weichteilschwellung an der Stirn präsentiert, begleitet von einer lokalisierten Osteomyelitis und gelegentlich einem intrakraniellen epiduralen Abszess. Die Entität ist seit 1768 bekannt. Rezidivierende Fälle mit normalen Entzündungsparametern wurden unseres Wissens bisher jedoch nicht publiziert.

Reinhard Moser, Gerolf Schweintzger, Martin Uggowitzer, Christian Urban, Heinz Stammberger , Hans Eder, Reinhold Kerbl, Wiener klinische Wochenschrift 21/22/2009

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