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Die Rolle des invasiven, plazentaren Trophoblasten in der Schwangerschaft

Während der frühen Schwangerschaft invadiert der von der Plazenta stammende extravillöse Trophoblast den mütterlichen Uterus, um den wachsenden Föten mit Blut und Nährstoffen zu versorgen. Der extravillöse Trophoblast kontrolliert eine Reihe von einzigartigen Vorgängen, wie zum Beispiel Blockierung und Umbau von mütterlichen Gefäßen, Regulation des Sauerstoffgehaltes sowie die Kommunikation mit mütterlichen dezidualen Zellen. Treten jedoch Defekte in diesen Prozessen auf, so können diese zu schwerwiegenden Komplikationen während der Schwangerschaft, bis hin zur Gefährdung der mütterlichen und fötalen Gesundheit, führen. Zu geringe Trophoblasten-Invasion und unvollständiger Umbau der uterinen Spiralarteriolen sind zum Beispiel mit der Präeklampsie, der häufigsten Komplikation während der Schwangerschaft, assoziiert. Fehler in der plazentären Entwicklung und adäquaten Ernährung des Föten können zur fetalen Wachstumsretardierung führen und somit das Risiko für Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Diabetes mellitus im späteren Leben erhöhen. Folglich kann postuliert werden, dass ein detailliertes Verständnis der grundlegenden Mechanismen der Trophoblasteninvasion, dazu beitragen kann, Diagnose und Behandlung verschiedenster Schwangerschaftserkrankungen zu verbessern.

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