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Erhöhte Rate intestinaler Helminthosen während der Schwangerschaft? Eine Querschnittsstudie aus Lamb

Physiologische und immunologische Veränderungen während der Schwangerschaft führen zu einer Modifizierung des Risikos verschiedener Infektionserkrankungen. Im Gegensatz zur bekannten Erhöhung der Malaria-Inzidenz während der Schwangerschaft, ist der Einfluss auf intestinale Helminthosen nicht geklärt. In dieser Querschnittsstudie wurde die Prävalenz intestinaler Wurmerkrankungen bei 105 Paaren schwangerer und nicht-schwangerer Frauen in der zentralafrikanischen Stadt Lambaréné, Gabun untersucht. Hierbei zeigte sich eine Prävalenz intestinaler Helminthosen von 66% (n = 58) bei Schwangeren und 36% bei den Kontrollen (n = 32; p < 0.001). In multivariater Regressionsanalyse zeigte sich, dass "Schwangerschaft" einen unabhängigen Risikofaktor für intestinale Helminthosen darstellte (AOR: 3,0; 95% Konfidenzintervalle: 1,4–5,9). Die Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass Frauen in hochendemischen Gebieten häufiger während der Schwangerschaft an intestinalen Helminthosen erkrankt sind.

Ayola A. Adegnika, Selidji T. Agnandji, Sanders K. Chai, Michael Ramharter, Lutz Breitling, Eric Kendjo, Saadou Issifou, Maria Yazdanbakhsh, Maryvonne Kombila, Peter G. Kremsner, Wiener klinische Wochenschrift

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