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Dermatologie 21. Juli 2016

Das venöse Ulcus cruris

Erkrankungen der Beinvenen, die zu einer permanenten venösen Drucksteigerung führen, sind bei weitem die häufigste Ursache für Substanzdefekte an den unteren Extremitäten. Mit einer Prävalenz von 1 %, die bei Personen über 80 Jahren auf 4 % ansteigt, und dem meist chronischen Krankheitsverlauf verschlingt die Therapie des venösen Ulcus 1 % des gesamten Gesundheitsbudgets westlicher Industriestaaten. Erst eine detaillierte Abklärung der vorliegenden venösen Funktionsstörungen ermöglicht eine differenzierte Therapie, die, sofern möglich, die operative Sanierung venöser Refluxe ebenso wie die Lokaltherapie der Wunde umfasst. Für therapieresistente Ulcera hat sich die tangentiale Abtragung der Wunde mit anschließender Spalthautdeckung bewährt. So kann vor allem bei lang bestehenden und großflächigen Defekten eine Abheilung erzielt werden. Die Kompressionstherapie stellt eine Basismaßnahme in der Therapie und der Rezidivprophylaxe venöser Ulcera dar. Aus differentialdiagnostischer Sicht müssen vor allem Pathologien der arteriellen Strombahn sowie entzündliche Gefäßerkrankungen und Neoplasien bedacht werden.

Summary

Venous disorders causing a permanent increase in venous pressure are by far the most frequent reason for ulcers of the lower extremity. With a prevalence of 1 % in the general population rising to 4 % in the elderly over 80 and its chronic character, 1 % of healthcare budgets of the western world are spent on treatment of venous ulcers. A thorough investigation of the underlying venous disorder is the prerequisite for a differenciated therapy. This should comprise elimination of venous reflux as well as local wound management. Chronic ulcers can successfully be treated by shave therapy and split skin grafting. Compression therapy is a basic measure not only in venous ulcer treatment but also in prevention of ulcer recurrence. Differential diagnosis which have to be considered are arterial ulcers, vasculitis and neoplasms.

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