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Chirurgie 1. Juni 2015

Kopfloses Ziel

Die Pläne des italienischen Neurochirurgen Sergio Canavero, bis 2017 erstmals den Kopf eines Menschen zu transplantieren, haben für Aufsehen gesorgt: Der Springer-Verlag hat seine Online-Leser dazu befragt.

Das Ergebnis fällt klar aus: Nein, eine Kopftransplantation wird niemals möglich sein, da sowohl die technischen als auch ethischen Fragen nie ausreichend geklärt sein werden, meinen 51,5 Prozent der insgesamt 342 Online-Leser, die an der Umfrage teilgenommen haben. Es handelt sich dabei nicht nur um Ärzte. Nahezu jeder Fünfte (21,9 %) ist allerdings sehr wohl der Meinung, dass ein solches Vorhaben irgendwann mal gelingt. 18,4 Prozent sehen das große Problem in den ethischen Bedenken. Sie sind zuversichtlich, dass die technischen Voraussetzungen dafür irgendwann geschaffen werden. Dem widersprechen 8,2 Prozent der Umfrage-Teilnehmer. Sie glauben, dass es von technischer Seite unmöglich sein wird, eine solche Operation vorzunehmen – während die ethischen Bedenken hingegen ausgeräumt werden könnten.

Im New Scientist vom 25. Februar meinte Sergio Canavero, dass die Zeit für solch einen Eingriff gekommen ist, den Kopf eines Menschen mit körperlichem Handicap abzutrennen und ihn auf den Körper eines Hirntoten zu setzen. An der Operation sollen Hunderte Ärzte beteiligt sein. Und freiwillige Patienten seien auch schon gefunden, berichtete Canavero.

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