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Chirurgie 1. August 2007

Akute akalkulöse Cholezystitis – eine seltene Komplikation nach Nierentransplantation

GRUNDLAGEN: Während die akute konkrementassoziierte Cholezystitis eine bekannte Komplikation nach Nierentransplantation darstellt, tritt eine akalkulöse Cholezystitis extrem selten auf. METHODIK (FALLBERICHT): Wir berichten zwei Fälle von akalkulöser Cholezystitis während der frühen postoperativen Phase nach Nierentransplantation. ERGEBNISSE: Beide Patienten boten eine prolongierte postoperative Paralyse und entwickelten das Bild eines akuten Abdomens, was am 8. bzw. 9. Postoperativen Tag zu einer Akutlaparotomie veranlasste. Intraoperativ zeigte sich in beiden Fällen eine nekrotisierende Cholezystitis, bei einem Patienten mit Gallenblasenperforation und biliärer Pankreatitis. Nach erfolgter Cholezystektomie, Peritoneallavage und Drainage konnten beide Patienten schließlich mit zufriedenstellender Transplantatfunktion entlassen werden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die akalkulöse Cholezystitis stellt eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation nach Nierentransplantation dar. Aufgrund des Fehlens von eindeutigen klinischen Symptomen ist eine besondere Wachsamkeit geboten. Die Cholezystektomie ermöglicht als Therapie der Wahl die Erhaltung der Transplantatfunktion.

Th. Schwierz, U. Fröschl, A. Krause, J. Berenberg-Gossler, R. Függer, European Surgery

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