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Chirurgie 1. Dezember 2010

Kolorektales Karzinom – Epidemiologie, Molekulare Mechanismen, Histopathologie und Diagnostik

HINTERGRUND: Das kolorektale Karzinom ist eine der häufigsten malignen Erkrankungen in den Industrienationen. Ungeachtet der zunehmenden Erkenntnisse über die Entstehung und das biologische Verhalten der Tumoren, verbesserter therapeutischer Konzepte und der steigenden Bereitschaft sowohl Vor- als auch Nachsorgeprogramme wahrzunehmen, bleibt es eine Erkrankung mit hoher Mortalität.

METHODEN: Die PubMed-Datenbank wurde in Hinblick auf aktuelle Literatur in den Bereichen Epidemiologie, Entstehung, histopathologische Beurteilung und Diagnostik des kolorektalen Karzinoms gesichtet.

ERGEBNISSE: Es wird ein Überblick über die epidemiologischen Daten bezüglich der Inzidenz, der geographischen Unterschiede und der Risikofaktoren gegeben. Die molekularen Mechanismen für die Entstehung kolorektaler Karzinome entlang der Adenom-Karzinom-Sequenz werden erläutert und zusätzliche Aspekte der Tumorbiologie wie Ploidestatus und Mikrosatelliteninstabilität diskutiert. Die standardmäßig in der histopathologischen Beurteilung untersuchten Parameter werden zusammengefasst, neue Kriterien vorgestellt und weitere prognostisch relevante Tumoreigenschaften aufgeführt. Die Diagnose sowie das Staging von Patienten mit einem kolorektalen Karzinom basieren auf diversen Untersuchungsmodalitäten, deren Effektivität, Sensitivität und Spezifität dargestellt werden.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die frühe Detektion kolorektaler Karzinome, das Verständnis von der Tumorheterogenität und die daraus resultierende Konzeption individualisierter Therapieansätze stellen essentielle Zielvorgaben dar, um das outcome von Patienten mit einem kolorektalen Karzinom weiter verbessern zu können.

T. Laubert, J. K. Habermann, F. G. Bader, T. Jungbluth, H. Esnaashari, H.-P. Bruch, U. J. Roblick, G. Auer, European Surgery 6/2010

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