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Chirurgie 1. Dezember 2010

Laparoskopische Chirurgie zur Therapie des Rektumkarzinoms

GRUNDLAGEN: Die laparoskopische kolorektale Chirurgie in der Therapie benigner Erkrankungen ist zunehmend akzeptiert und etwa in der Behandlung der chronisch rezidivierenden Divertikulitis bereits Standard.

METHODIK: Die Daten der letzten Jahre zeigen deutlich, dass das laparoskopische Vorgehen beim linksseitigen Kolonkarzinom der offenen Technik unter onkologischen Gesichtspunkten gleichwertig ist. Darüber hinaus sind mit dem laparoskopischen Vorgehen verschiedene Vorteile wie reduziertes Zugangstrauma, geringere pulmonale Komplikationen und geringere Immunosuppression verbunden, die konsekutiv in schnellerer Rekonvaleszenz und verkürztem Krankenhausaufenthalt münden.

ERGEBNISSE: Dennoch wird das laparoskopische Vorgehen zur Therapie des Rektumkarzinoms kontrovers diskutiert. Es bestehen immer noch Zweifel an der onkologischen Radikalität bzw. Gleichwertigkeit gegenüber dem offenen Vorgehen. Die Beantwortung der Frage nach sicherer Schonung des autonomen Nervenplexus bzw. der Integrität des dissezierten Mesorektums scheint unbeantwortet – und dies insbesondere unter der Vorstellung der engen anatomischen Gegebenheiten des männlichen Beckens eines übergewichtigen Patienten.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die klinische Realität und nicht zuletzt die Daten mehrerer Studien zeigen jedoch, dass laparoskopische Rektumchirurgie onkologisch adäquat machbar ist, und auch die Lymphknotendissektion bzw. die TME gleichwertig dem offenen Vorgehen durchführbar scheint.

U. J. Roblick, F. G. Bader, T. Jungbluth, T. Laubert, R. Bouchard, H.-P. Bruch, European Surgery 6/2010

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