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Chirurgie 1. Dezember 2010

Akute Chirurgie der Femoralhernie. Ergebnisse und Literaturreview

GRUNDLAGEN: Retrospektive Analyse einer konsekutiven Serie von 30 Patienten, die aufgrund einer Femoralhernie operiert wurden.

METHODIK: Der Zeitpunkt der Diagnosestellung, der Zustand nach Operation einer Inguinalhernie und das Rezidiv nach Operation einer Femoralhernie wurden hinsichtlich des Einflusses auf die Notwendigkeit einer akuten Operation untersucht. Der postoperative chronische Schmerz wurde mittels VAS und MPQ-Score für akute und elektive Eingriffe verglichen. Nachbeobachtungszeitraum 50 Monate (Median).

ERGEBNISSE: 11 Patienten (33,3%) wurden akut, 22 (67,7%) elektiv operiert. Der Zeitpunkt der Diagnosestellung unterschied sich je nachdem, ob die Operation akut oder elektiv durchgeführt wurde, signifikant in den beiden Gruppen (p = 0,001). Ein Rezidiv ist nicht aufgetreten. Weder der Zustand nach Operation einer Inguinalhernie (p = 0,212) noch das Rezidiv nach Operation einer Femoralhernie (p = 0,143) sind signifikante Risikofaktoren für die Notwendigkeit einer akuten Operation. VAS und MPQ-Score zeigten keinen signifikanten Unterschied hinsichtlich akuter oder elektiver Operationen.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Weder der Zustand nach Operation einer Inguinalhernie noch ein Rezidiv nach Operation einer Femoralhernie sind signifikante Risikofaktoren für die Notwendigkeit einer akuten Operation. Die Inzidenz des postoperativen chronischen Schmerzes war bei akut und elektiv operierten Patienten vergleichbar.

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