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Chirurgie 1. Dezember 2010

Präklinische Studie zur Narbenhernienprophylaxe durch Netzimplantation bei medianen Laparotomien

GRUNDLAGEN: Durch die Implantation eines Netzes bei medianen Laparotomien soll die Narbenhernienrezidivrate gesenkt werden. Mit dieser Studie soll geklärt werden, welche Netze mit welcher Fixierung die geforderte Verstärkung der Mittellinie ergeben.

METHODIK: An 17 frisch verstorbenen Leichen wurden nach medianer Laparotomie in Onlay-Technik 6 verschiedene Netze auf die Linea Alba mit folgenden Fixierungstechniken befestigt: Tissucol Duo Quick, ProGrip, A.M.I. EasyTack, AbsorbaTack, ProTack, Nahtfixation in fortlaufender Technik mit 4-0, 3-0, 2-0, 0, 1. Anschließend wurde das Netz mit einem Tensiometer bis zum Abscheren belastet. Ausgewertet wurden Haltekraft und Ursache der Abscherung.

ERGEBNISSE: Bei den Nahtfixationen zeigte sich eine Zunahme der Haltekraft mit steigender Nahtstärke, alle anderen Fixiertechniken erreichten nicht die geforderte Festigkeit von 40 Newton.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Mit fortlaufender Nahtfixation kann in Onlay-Technik ab der Fadenstärke 3-0 eine Netzfestigkeit auf dem Gewebe von durchschnittlich 58 N erreicht werden. Neben der einfachen Durchführbarkeit ist diese Fixation kostengünstig und für den klinischen Einsatz für die prophylaktische Mittellinienverstärkung empfehlenswert.

C. Hollinsky, S. Sandberg, H. Pokorny, A. Tuchmann, European Surgery 6/2010

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