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Chirurgie 1. April 2010

Leberteilresektion nach Cholezystektomie assoziierter komplexer Gallengangsverletzung

GRUNDLAGEN: Bei Patienten mit destruktiver Cholangitis als Folge einer Gallengangskomplikation nach Cholezystektomie ist die Leberteilresektion oftmals die einzige Therapieoption.

METHODIK: Analyse von 14 Patienten, bei denen aufgrund einer schwerwiegenden Gallengangskomplikation nach laparoskopischer (n = 12) oder offener (n = 2) Cholezystektomie eine Leberteilresektion durchgeführt wurde.

ERGEBNISSE: Bei allen Patienten lag eine zentrale, auf Höhe bzw. oberhalb der Gallengangsgabel lokalisierte Verletzung vor. Die postoperative Mortalität betrug 14 %. Minor Komplikationen wurden bei 50 % der Patienten beobachtet. Die Histologie der resezierten Leber ergab in 50 % der Fälle eine schwere Cholangitis. Eine portale Fibrose lag bei 43 % der Patienten, eine sekundär biliäre Zirrhose bei 36 % der Patienten vor. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 6 Jahren, waren 50 % der überlebenden Patienten beschwerdefrei. Sechs Patienten berichteten über gelegentlich auftretende cholangitische Beschwerden ohne das eine Gallengangsstriktur nachgewiesen werden konnte.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Um folgenschwere Komplikationen, wie die Manifestation einer sekundär biliären Zirrhose, zu vermeiden, stellt die Leberteilresektion bei diesem Patientengut eine geeignete Therapieoption dar. Entscheidend für den Erfolg ist die engmaschige Nachbeobachtung und rechtzeitige Entscheidung für die definitive chirurgische Therapie.

S. C. Schmidt, P. Fikatas, T. Denecke, G. Schumacher, F. Aurich, U. Neumann, D. Seehofer, European Surgery 2/2010

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