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Chirurgie 1. Jänner 2010

Gesundheitsbezogene Lebensqualität, Angst und Depression vor und nach einer aortokoronaren Bypass-Operation

Ziel der Untersuchung war eine differenzierte Erfassung der subjektiven gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie der Bedeutung von Angst und Depression bei Patienten, die sich einer aortokoronaren Bypass-Operation (CABG) unterziehen. Über einen dreimonatigen Zeitraum wurden an der Universitätsklinik Innsbruck 54 Patienten vor, sowie 4 Wochen und 3 Monate nach der Operation zu Lebensqualität (SF-36, MacNew), Angst und Depression (STAI, HADS-D) befragt. 3 Monate postoperativ finden sich im Vergleich zum präoperativen Zeitpunkt signifikante Verbesserungen in der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Während sich präoperative Angst als konsistenter Prädiktor für die koronarspezifische Lebensqualität 3 Monate postoperativ erweist, finden sich diese Zusammenhänge hinsichtlich depressiver Symptomatik lediglich für einzelne Skalen. Im Hinblick auf die klinische Routine erscheint es sinnvoll, Patienten vorab über mögliche Auswirkungen des chirurgischen Eingriffs zu informieren und die CABG als mehrmonatige "Investition" begreifbar zu machen, wo kurzfristige somatische Lebensqualitätsdefizite in den ersten postoperativen Wochen zugunsten einer nachhaltigen Verbesserung in Kauf genommen werden müssen.

Nicole Pfaffenberger, Stephan Doering, Pamela Puffinger, Stefan Höfer, Hannes Alber, Elfriede Ruttmann, Verena Günther, Martin Kopp, Wiener Medizinische Wochenschrift 1/2/2010

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