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Chirurgie 1. Oktober 2009

Diagnose und Management bei Pankreastrauma

GRUNDLAGEN: Pankreastrauma ist selten und oft schwierig klinisch und radiologisch zu erkennen. Deshalb ist die Diagnose oft verzögert, und das Pankreastrauma mit erhöhter Mortalität und Morbidität assoziiert.

METHODIK: Wir haben eine retrospektive Untersuchung der Literatur (1963 bis 2008) zum Pankreastrauma durchgeführt.

ERGEBNISSE: Bei Penetrationstrauma und instabilen Patienten sind die sofortige Exploration und Behandlung der Verletzung ohne ausgedehnte Resektion indiziert. Anastomosen sollen vermieden werden. Beim stabilen Patienten sollte mittels Bildgebung der Schaden objektiviert werden und gegebenenfalls elektiv die Operation entsprechend dem Verletzungsmuster (Resektion bei Gangperforation) erfolgen.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Pankreastrauma ist selten, muss aber bei Verletzungen im Epigastrium vermutet werden. Beim stabilen Patienten sollten radiologische Untersuchungen erfolgen und das Management entsprechend dem Verletzungsmuster maßgeschneidert werden. Frühe Konsultation eines Schwerpunktzentrums für Pankreas-Chirurgie ist empfohlen.

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