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Chirurgie 1. August 2009

Isolierte Extremitätenperfusion mit TNFα und Zytostatika: eine Revolution in der Behandlung lokal fortgeschrittener Weichgewebssarkome der Extremitäten

GRUNDLAGEN: Lokal fortgeschrittene Weichgewebssarkome der Extremitäten stellen mit dem Ziel der lokalen Tumorkontrolle und dem gleichzeitigen Funktionserhalt eine stetige operative Herausforderung dar. Die isolierte hypertherme Extremitätenperfusion mit TNFα und Melphalan ist als neoadjuvante Therapieoption eingeführt worden, um Amputationen zu vermeiden, ohne die Prognose zu verschlechtern.

METHODIK: Literaturrecherche über die PubMed Datenbank mittels Entrez, kombiniert mit den Erfahrungen der Autoren.

ERGEBNISSE: Anhand mehrerer Studien wurde belegt, dass durch die ILP ein Extremitätenerhalt in bis zu 80 % der Fälle bei tolerablen lokalen und systemischen Komplikationen zu realisieren ist. Die Lokalrezidivrate liegt zwischen 10–20 %.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die isolierte Extremitätenperfusion mit TNFα und Melphalan hat die Behandlung von lokal fortgeschrittenen Weichgewebssarkomen der Extremitäten durch eine deutliche Reduktion der Amputationsraten revolutioniert. Weitere Fortschritte können nach Einführung neuer Substanzen erwartet werden.

D. Andreou, S. Fehlberg, C. Tiedke, M. Niethard, P. U. Tunn, European Surgery 4/2009

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