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Chirurgie 1. Juni 2009

Neue Methode zur Gefäßversiegelung mittels Radiofrequenz-Energie bei Lebertumoren

GRUNDLAGEN: Wir untersuchten die Sicherheit und Wirksamkeit eines neuen endovaskulären Radiofrequenzkatheters (VesCoag) für den Arterienverschluss beim Management von Lebertumoren. METHODIK: Die Patienten hatten einen nicht resektablen primären oder sekundären Lebertumor. Der primäre Endpunkt war, ob VesCoag in das Zielgefäß eingebracht werden konnte, der sekundäre Endpunkt, ob es zu einem Angiographie-geprüften Verschluss des Gefäßes kam. ERGEBNISSE: VesCoag wurde bei 13 Patienten angewendet (4 Metastasen, 7 hepatozelluläre Karzinome, 2 intrahepatale Gallenganskarzinome). In allen Fällen konnte VesCoag ohne Komplikation (Ruptur, Dissektion) in die Zielgefäße eingebracht werden. Die Durchleuchtungszeit betrug 12,86 min, die Sondenaktivierung 240 (20–600) sec. Die abgegebene Energie betrug 2 W–120 W. Die bipolare Radiofrequenz konnte in keinem Fall einen adäquaten Gefäßverschluss erzielen, deshalb wurde der monopolare Modus verwendet. 4mal kam es zu Schmerzen, ein angiographisch nachgewiesener Verschluss wurde in 11 Fällen erzielt. 12 der 13 Patienten erhielten eine weiterführende Therapie (10× Chemoembolization, 1× Chemotherapie, 1× Lipiodol). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese erste Erfahrung mit VesCoag zeigt, dass die Methode sicher ist und einen gezielten Verschluss von Zielgefäßen erlaubt.

S. E. Khorsandi, P. Kysela, V. Valek, O. M. S. Olufemi, I. Lázár, V. Prochazka, D. Zacharoulis, C. Rountas, N. A. Habib, European Surgery 3/2009

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