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Chirurgie 1. Juni 2009

Transumbilikale Laparoskopie – neue chirurgische Entwicklungen

GRUNDLAGEN: Auf der Suche nach einer "narbenfreien" Chirurgie werden laparoskopische Single-Incision-Eingriffe entwickelt, die keine sichtbare Narbe zurücklassen. METHODIK: 136 Patienten (Alter 10–86a; 68w/68m) wurden an unserer Abteilung mittels laparoskopischer transumbilikaler Single-Incision-Technik appendektomiert, cholezystektomiert, fundopliziert, Kolon oder Leber reseziert, adrenalektomiert, oder unterzogen sich einer Leistenhernienoperation bzw. Adhäsiolyse. Die Eingriffe erfolgten jeweils nach klassischen intraoperativen Präparationsstandards. ERGEBNISSE: Die Operationszeiten betrugen 17–218 min. Bei 16 Patienten (11,8%) waren zusätzliche Trokare zur erhöhten Sicherheit notwendig. Es wurden keine intraoperativen oder perioperativen Komplikationen beobachtet. Der geschätzte Blutverlust war vernachlässigbar, ein Saugsystem war nur bei Resektionen der Leber und Nebenniere notwendig. Die Bergung der Präparate erfolgte über Bergebeutel oder unter Einlage einer Schutzfolie. Der Kostaufbau wurde je nach Schwere des Eingriffs innerhalb von 24 Stunden durchgeführt. Die Entlassung war zwischen dem ersten und zwölften postoperativen Tag möglich (Mean 3,8 d). Die Nachkontrolle nach einer bis vier Wochen ergab ein optimales kosmetisches Resultat ohne "sichtbare" Narbe. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die laparoskopische transumbilikale Single-Incision-Technik ermöglicht eine weitere Reduktion des chirurgischen Traumas bei verschiedenen Operationen und entlässt den Patienten nur mit der natürlichen Narbe des Nabels.

W. Brunner, J. Schirnhofer, N. Waldstein-Wartenberg, R. Frass, K. Pimpl, H. Weiss, European Surgery 3/2009

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