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Augenheilkunde 18. August 2014

Messung der Netzhautdicke mittels Optischer Kohärenzbiometrie und Optischer Kohärenztomografie

Zielsetzung: Veränderungen der Makula werden gewöhnlich mit dem OCT (Optischer Kohärenzbiometrie) untersucht. Ziel unserer Studie war, die Genauigkeit der optischen Kohärenzbiometrie (partielle Interferometrie) bei Zunahme der zentralen Netzhautdicke (CRT) aufgrund unterschiedlicher Makulaerkrankungen zu messen.

Patienten und Methoden: CRT wurde mittels eines Spektralen OCT (Zeiss Cirrus) bei 12 Augen in 12 Patienten (Durchschnittsalter von 66,8 ± 5,7 Jahren) untersucht. Als Vorerkrankung wurde ein diabetisches Makulaödem in 7 Fällen, eine seröse Netzhautabhebung in 3 Fällen und epiretinale Membranen in 2 Patienten beschrieben. Optische Kohärenzbiometrie wurde auf dem gleichen Auge mittels des Lenstar LS900 (Haag Streit AG) durchgeführt. Die Lenstar-Messungen der Netzhautdicke wurden nach manueller Justierung analysiert und mit den OCT-Werten verglichen.

Ergebnisse: Die zentrale Netzhautdicke (CRT) betrug 578.0 ± 60.8 µm (SD) beim OCT. Dagegen ergaben dieselben Messungen beim Lenstar nur 467.3 ± 33.2 µm. Obwohl der Unterschied signifikant war (p = 0,018, Wilcoxon-test), konnte keine signifikante Korrelation festgestellt werden (p = 0,811, Spearman Korrelations-Test).

Schlussfolgerung: Nach manueller Justierung kann die CRT mittels optischer Kohärenzbiometrie (partielle Interferometrie) gemessen werden. (Optische Kohärenzbiometrie kann damit zur Messung der CRT angewendet werden).

Miklós D Resch, Judit Takáts, Béla Csákány, Otto Maneschg, Laszlo Marsovszky, Antal Szabó, András Papp, János Németh, Spektrum der Augenheilkunde 3/2014

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