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Augenheilkunde 25. Juni 2014

Unterschiede in der Anzahl der Verabreichung von intravitrealem Ranibizumab und Bevacizumab bei Patienten mit neovakulärer AMD

Zielsetzung: Intravitreal verabreichtes Ranibizumab oder Bevacizumab sind die am häufigsten verwendeten Medikamente in der Behandlung der neovaskulären Form der altersbedingten Makuladegeneration (nAMD). Wiederholte Verabreichung bedeutet einerseits eine ökonomische Belastung und birgt andererseits das Risiko ernsthafter Komplikationen. Ziel dieser Studie ist die Evaluierung der Anzahl der verabreichten intravitrealen Injektionen über den Zeitraum eines Jahres.

Methoden: 55 Patienten über 50 Jahre mit nAMD und einem Visus zwischen 20/40 und 20/320 wurden eingeschlossen. Über den Zeitraum von 1 Jahr wurden monatliche Kontrollen und gegebenenfalls Behandlungen durchgeführt. Nach einer „loading dose“ von 3 intravitrealen Injektionen (entweder Ranibizumab = Gruppe 1 oder Bevacizumab = Gruppe 2) wurde ein „as needed“ Regime etabliert. Primärer Endpunkt war ein Unterschied in der Anzahl der Injektionen zwischen Gruppe 1 und 2. Sekundäre Endpunkte waren der best – korriegierte Visus (BCVA) und die zentrale Retinadicke (CRT).

Ergebnisse: Der Unterschied in der Anzahl der Injektionen war statistisch nicht signifikant (5,00 ± 1,67 (Ranibizumab Gruppe) zu 5,80 ± 2,28 (Bevacizumab Gruppe), p = 0,084). Der mittlere BCVA betrug 59,12 ± 16,64 Buchstaben nach 1 Jahr in Gruppe 1 (p = 0,001) und 64,75 ± 17,03 Buchstaben in Gruppe 2 (p = 0,037). Es zeigte sich keine statistische Signifikanz zwischen den beiden Gruppen (p = 0,631). Die mittlere CRT nach einem Jahr unterschied sich nicht statistisch signifikant zwischen Gruppe 1 und 2 (315,67 ± 65.86 µm bei Ranibizumab, 350,47 ± 102,84 µm bei Bevacizumab, p = 0,088).

Schlussfolgerung: Es zeigte sich kein relevanter Unterschied in der Anzahl der Behandlungen, des BCVA oder der CRT zwischen Ranibizumab und Bevacizumab bei der Behandlung der nAMD.

Dr. Andreas Scholler, Priv. Doz. Dr. Sibylla Richter-Mueksch, Dr. Birgit Weingessel, Univ. Doz. Dr. Pia-Veronika Vécsei-Marlovits, Wiener klinische Wochenschrift 11/12/2014

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