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Preisträger Dr. Werner Wackernagel

 

Spektrum der Augenheilkunde

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Augenheilkunde 4. Juni 2014

Förderpreis der Fachzeitschrift Spektrum der Augenheilkunde verliehen

Dr. Werner Wackernagel erhält Auszeichnung für den besten Beitrag in der ophthalmologischen Springer-Fachzeitschrift.

Springer Medizin in Wien verleiht jährlich einen Preis für eine herausragende wissenschaftliche Publikation aus der Springer-Fachzeitschrift Spektrum der Augenheilkunde. Im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft erhielt Dr. Werner Wackernagel am 31. Mai 2014 den Förderpreis 2013. Eine Jury wählte aus allen Originalarbeiten des Jahres 2013 seinen Beitrag „Genetic analysis of uveal melanoma by array comparative genomic hybridization before and after radiotherapy” aus, der in Heft 6-2013 erschien.

Um das Risiko der Metastasenentwicklung bei Patienten mit Aderhautmelanomen besser einschätzen zu können, hilft eine genetische Untersuchung der Aderhautmelanome. Eine Gewebeprobe zur Durchführung der Untersuchung zu gewinnen, ist jedoch schwierig und nicht immer erfolgreich. Das Forschungsteam um Dr. Wackernagel untersuchte nun die Durchführbarkeit und Genauigkeit der genetischen Untersuchung von Aderhautmelanomen mittels array comparative genomic hybridization (CGH) nach Strahlentherapie, an mittels Endoresektion oder nach Enukleation gewonnenem Tumormaterial.

Dafür untersuchten die Forscher 15 Gewebeproben von strahlentherapeutisch behandelten Aderhautmelanomen mittels array-CGH auf Veränderungen an den Chromosomen 3 und 8. Die Ergebnisse verglichen sie mit den in fünf Fällen vorliegenden Resultaten der genetischen Untersuchung vor der Bestrahlung. Es zeigte sich, dass die array CGH in allen 15 Fällen nach Bestrahlung erfolgreich durchgeführt werden konnte. Die Resultate der genetischen Untersuchung nach Bestrahlung unterschieden sich nicht von den Ergebnissen vor der Bestrahlung.

Dr. Wackernagel und sein Team kamen zu dem Schluss, dass die array CGH von Aderhautmelanomen eine vielversprechende Option zur prognostischen Untersuchung sein kann. Vor allem, wenn eine Biopsie vor der Bestrahlung nicht durchgeführt wurde oder nicht erfolgreich war, könnte diese Methode zur Anwendung kommen. Im Weiteren könnte dem Patienten dann im Falle einer geplanten Endoresektion ein zusätzlicher Eingriff erspart bleiben.

Erfreut zeigte sich Frau Prof. Dr. Susanne Binder, Editor in Chief des Impact-Journals: „Der Förderpreis des Springer-Verlags prämiert jährlich einen jungen Autor oder eine junge Autorin für die beste Originalarbeit im Spektrum der Augenheilkunde und unterstützt mit diesem Preis auch die weitere wissenschaftliche Aktivität unserer Forscher.“ 

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