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Augenheilkunde 1. September 2011

24-Stunden-"Augendruck" Aufzeichnung mit Sensorkontaktlinse Triggerfish: von Euphorie zur Ernüchterung

HINTERGRUND: Die ersten Anwendungen der Sensorkontaktlinse Triggerfish waren betreffend Sicherheit und Verträglichkeit gut. Diese spezielle Kontaktlinse misst 24 Stunden kontinuierlich und kabellos die Veränderungen der Hornhautkrümmung, die durch Schwankungen des Augeninnendruckes entstehen. Ziele unsere Studie waren (1) Messungen am enukleierten Menschenauge, bei denen der Augendruck stufenweise erhöht wurde und (2) Messungen bei Lageänderungen des Körpers/Kopfes. MATERIAL UND METHODE: (1) Nach Kanülierung des enukleierten Menschenauges und Anpassung der Sensorkontaktlinse wurde der Augendruck stufenweise erhöht und die Signale von der Kontaktlinse gemessen. (2) Nach Einsetzen der Sensorkontaktlinse wurde das Messprofil aufgezeichnet und beim Partnerauge in vertikaler, horizontaler und Kopf-nach-unten-Position der Augendruck applanatorisch gemessen. RESULTATE: (1) Mit der Triggerfish-Kontaktlinse ließen sich keine korrespondierenden Messprofile entsprechend den Drucksteigerungen ableiten. (2) Auch bei Lageänderungen, die zu Änderungen des applanatorisch gemessenen Augendruckes führten, fanden sich – auch bei Wiederholung des Versuches – keine entsprechenden Triggerfish-Profile. SCHLUSSFOLGERUNG: Trotz perfekter Laborbedingungen konnten keine entsprechenden Triggerfish-Profile bei schrittweiser Druckerhöhung am Leichenauge bzw. bei Lageveränderungen des menschlichen Auges abgeleitet werden. Warum dies so war sollte Ziel weiterer Untersuchungen sein, um ein seriöses Urteil über den Triggerfish abgeben zu können.

C. Faschinger, G. Mossböck, C. Strohmaier, H. A. Reitsamer, Spektrum der Augenheilkunde 4/2011

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