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Augenheilkunde 1. Dezember 2010

In-vivo konfokale Beschreibung dendritischer Riesenzellen in einem schweren Fall chronisch rezidivierender Thygeson Keratitis

Die Hornhaut eines 44-jährigen Patienten mit einer seit 11 Jahren bekannten chronisch rezidivierenden Thygeson Keratitis an beiden Augen wurde mittels in-vivo konfokaler Mikroskopie untersucht. Hierbei gelangten im vorderen Stroma hyperreflektive Areale, "microdots", und eine ausgeprägte Keratozytenaktivierung zur Darstellung. Eine hohe Dichte dendritischer Zellen (DCs) wurde in den tieferen Epithelschichten und im Bereich der Bowmann Lamelle festgestellt. Davon waren 10,3% große mature Zellen mit einer mittleren Zellgröße von 42 µm und maximaler Größe von über 0,1 mm. Nach acht Wochen topischer Therapie mit Rimexinolon 1% war eine reduzierte DC Dichte zu dokumentieren, auch waren Proportion (3,2%) und mittlere Zellgröße maturer DCs (28 µm) vermindert. Der vorgestellte Fall dient zur Beschreibung der reversiblen intracornealen Präsenz sehr großer, maturer DCs bei schwerer, chronisch rezidivierender Thygeson Keratitis. Möglicherweise sind eine hohe Proportion maturer DCs und die Präsenz von Riesen-DCs mit dem klinischen Schweregrad der Erkrankung assoziiert. Die Bedeutung der Morphologie dendritischer Zellen bei Thygeson Keratitis sollte neben der rein quantitativen Analyse in weiteren Studien weiter analysiert werden.

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