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Augenheilkunde 1. Mai 2009

Die Wiederherstellung der Sehfunktion als Ziel

Neue Fortschritte in Genetik und Retina-Transplantation waren Thema des 1st Retina Science Day, der am 28. März 2009 in den Räumen der Rudolfstiftung stattfand. Prof. Dr. Susanne Binder, Vorstand der Augenklinik und Leiterin des Ludwig Boltzmann Institut für Retinologie und biomikroskopische Laserchirurgie, eröffnete die Veranstaltung mit dem Hinweis, dass heute vor allem Molekularbiologie und Genetik die ophthalmologische Forschung vorantreiben.
Bei der prominent besetzten Veranstaltung wurden die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Gentherapie präsentiert. Die erste im menschlichen Auge durchgeführte Gentherapie wurde bei der monogenetischen Erkrankung des RPE65-Defekts durchgeführt. Diese Krankheit ist jedoch äußerst selten und betrifft 4.000 bis 5.000 Patienten weltweit. Erkrankungen, die auf Veränderungen in mehreren Genen zurückzuführen sind, wie AMD und Diabetes, können deshalb noch nicht mittels Gentherapie behandelt werden. Binder: „Die Lösungen werden wesentlich komplexer sein.“ Wie diese in Zukunft aussehen könnten, wurde beim ersten Retina-Wissenschaftstag erörtert.
Eine der Botschaften für die Praxis, die aus der Veranstaltung mitzunehmen war: Patienten, die homozygote Träger für AMD sind, haben ein vierfaches Risiko, die Krankheit zu entwickeln. Wer zusätzlich noch adipös ist, hat ein achtfaches Risiko, und bei Personen, die außerdem noch rauchen, steigert sich das Risiko auf das Zwölffache.

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