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Augenheilkunde 1. Mai 2009

30 Jahre Ablatiochirurgie

Dieser Artikel schildert die Entwicklung der Netzhaut- und Glaskörperchirurgie der letzen 30 Jahre. Herausragend ist hier sicher die Anwendung der Glaskörperchirurgie in Kombination mit Silikontamponaden und Retinektomien bei sehr komplexen Fällen, die es uns ermöglichte fast alle Fälle mit schwersten Netzhautabhebungen zu operieren. Erkenntnisse über das operative Trauma im Bereich der Makulachirurgie haben uns gelehrt die Glaskörperchirurgie schonender, präziser und kompletter auszuführen. Die weitere Verfeinerung der Vitrektomietechniken bis zur nahtlosen Kleinschnitttechnik, die Erweiterung der Indikationsstellungen für eine Glaskörperchirurgie und der zunehmende Rückzug der Buckelchirurgie bei pseudophaken Netzhautabhebungen sind sicher weitere Meilensteine in diese Entwicklung. Nach wie vor ist aber die Plombenchirurgie für etwa 50% aller primären Netzhautabhebungen indiziert. Im Westen Amerikas behandelt man diese Fälle der einfachen Einriss-Netzhautabhebungen mittels pneumatischer Retinopexie, in Europa werden meist episklerale Plomben fixiert. Auch im Bereich der episkleralen Chirurgie läge noch Verbesserungspotential, das Interesse der Netzhautchirurgen ist gegenwärtig aber sehr auf intraokulare Maßnahmen konzentriert. Neue Entwicklungen in der Molekularbiologie und Pharmakologie werden aber auch bei Netzhautabhebungen verschiedener Schweregrade dazu beitragen deren Chirurgie zu erleichtern, in manchen Fällen zu ersetzen und die funktionellen Resultate zu verbessern.

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