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© Dani Vincek / fotolia.com
 
Allgemeinmedizin 1. Juni 2016

Mediterran ernähren

Vom besonderen Nutzen der Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren

Längere Sommer und köstliches Essen machen den Mittelmeerraum zum beliebten Urlaubsziel. Erstmals zeigt nun eine Studie die positive Wirkung der mediterranen Küche auf Durchblutungsstörungen der peripheren Arterien. Der hohe Gehalt an Antioxidantien in den Speisen spielt dabei die entscheidende Rolle. Außerdem enthält Fisch als beliebtes Element der Mittelmeerküche, wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die die Herz- und Arteriengesundheit fördern.

Menschen, die sich mediterran ernähren, leben länger – das zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie aus Schweden, die mehr als 70.000 Probanden über einen Zeitraum von 15 Jahren beobachtete. Verschiedene Studien hatten bereits in der Vergangenheit die gesundheitsfördernden Aspekte der Mittelmeerküche gezeigt. Jetzt beschreibt zum ersten Mal eine Studie die positive Wirkung einer mediterranen Ernährung auf Durchblutungsstörungen der peripheren Arterien, der dritthäufigsten Ursache für Arteriosklerose. Verantwortlich für die gesundheitsfördernde Wirkung der mediterranen Speisen sind die antioxidativen Vitamine und Polyphenole aus Obst, Gemüse sowie Rotwein und nicht zuletzt dem Olivenöl.

Einem weiteren Vitalstoff, dem Lutein – beispielsweise enthalten in Paprika, Brokkoli oder Spinat – wird eine schützende Funktion vor oxidativem Stress zugesprochen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass eine hohe Aufnahme von Lutein mit der Nahrung und eine hohe Konzentration im Blut aufgrund der antioxidativen Wirkung mit einer besseren Herz-Kreislauf-Gesundheit in Zusammenhang stehen.

Omega-3-Fettsäuren für gesunde Blutgefäße

Fisch ist ebenfalls gut für das Herz-Kreislauf-System. Bereits einmal pro Woche Fisch kann das Risiko von Herzkrankheiten deutlich senken. Supplemente mit Fischöl oder Algenöl stellen eine nun ebenfalls untersuchte Alternative dar, um sich ausreichend mit den positiven Inhaltsstoffen zu versorgen. Die Probanden, die die Supplemente eingenommen hatten, wiesen unter anderem ein geringeres Thromboserisiko und einen geringeren Entzündungsstatus auf.

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus den FOS-Supplementen hatten noch einen weiteren Effekt: Bei den Studienteilnehmern wurde die Konzentration an Triglyceriden und speziellen Lipoproteinen (beispielsweise VLDL und IDL) verringert. Es wird vermutet, dass diese Moleküle das Risiko eines Herzinfarkts erhöhen, indem sie Cholesterin in die Blutgefäße transportieren, das sich dort ablagert. Das kann den Blutfluss einschränken und zu Bluthochdruck führen. Es muss jedoch erst geklärt werden, welche Details hinter der lipidsenkenden Wirkung der Omega-3-Fettsäuren stecken, diese werden außerdem in die Zellmembranen eingebaut, was die Blutgefäße flexibel hält und somit die Durchblutung fördert.

Quelle: Presseaussendung GIVE - Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung e.V.

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