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Allgemeinmedizin 23. März 2016

Apotheker für‘s Spital

Österreich von flächendeckender Versorgung weit entfernt.

Apotheker können Medikamenteninteraktionen und Fehldosierungen kompetent erkennen – im ambulanten wie im stationären Bereich. Allerdings konstatiert man in Österreich eine Unterversorgung mit Krankenhausapothekern. Beim Kongress der Europäischen Vereinigung der Krankenhausapotheker (EAHP) in Wien wurden vergangene Woche aktuelle Entwicklungen und Projekte diskutiert.

Krankenhausapotheker informieren die Patienten über ihre Medikamente und stärken damit deren Gesundheitskompetenz. Durch eine genaue und vollständige Arzneimittelerfassung und einen Medikationscheck stellen die klinischen Pharmazeuten sicher, dass individuelle Bedürfnisse der Patienten bei ihrer Medikation gezielt berücksichtigt werden. Das erhöht die Patientensicherheit.

Bei Lieferengpässen organisiert die Krankenhausapotheke geeignete Ersatzmedikamente oder stellt Arzneimittel fachgerecht selbst her. Dies trägt auch zu einer hohen Versorgungssicherheit bei. Technologische Neuerungen wie Mobile Health Apps, Clinical Decision Support Systeme oder neue Produktionsroboter und spezielle Lagertechnologien in den Krankenhausapotheken erweitern die Möglichkeiten des klinischen Pharmazeuten und damit sein Aufgabengebiet. Allerdings sind in Österreich derzeit nur 46 von 279 Krankenanstalten mit einer Spitalsapotheke ausgestattet. Im Europavergleich ist das recht niedrig.

Ein Erfolg: Praktische Tipps für die Umsetzung im Alltag

Die gute Akzeptanz der Einbindung von Krankenhausapothekern in die pharmakologische Versorgung von Patienten zeigt ein Projekt im AKH Wien, wo klinische Pharmazeuten seit mehr als einem Jahr Stationen der Herzchirurgie, Kieferchirurgie und Unfallchirurgie begleiten. .

Quelle: Presseaussendung IAKW-AG – Austria Center Vienna

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