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Allgemeinmedizin 3. März 2016

Alltagsaktivität und gesundheitswirksame körperliche Aktivität bei erwachsenen Menschen mit Adipositas

Bewegungsmangel ist einer der wesentlichen Risikofaktoren bei der Entstehung von Übergewicht und Adipositas. Um einen substantiellen gesundheitlichen Nutzen zu erreichen, sollten Erwachsene wöchentlich mindestens 150 min aerobe Aktivität mit mittlerer bzw. 75 min mit höherer Intensität erreichen und zusätzlich muskelkräftigende Übungen durchführen. Diese Empfehlung stellt die Untergrenze und nicht das Optimum dar. Um deutlich an Gewicht zu verlieren, ist ein wesentlich höheres Ausmaß an körperlicher Aktivität erforderlich. Bewegungsprogramme können einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Die österreichischen Pilotprojekte „Aktiv Bewegt“ und „GEHE-Adipositas“ konnten zeigen, dass sich Frauen und Männer mit Adipositas für strukturierte Bewegungsprogramme interessieren und diese auch nutzen. Wichtig dabei waren klare Qualitätskriterien, die Abgrenzung zu herkömmlichen Programmen für bereits aktive und fitte Personen, sowie die Information über eine(n) ÄrztIn oder andere Gesundheitsberufe.

Summary

Physical inactivity is one of the major risk factors for people to become overweight or obese. To achieve a substantial health benefit, adults should do at least 150 min of moderate or 75 min of high intensity aerobic activity per week and additionally they should do muscle strengthening exercises. This recommendation represents the lower limit and not the optimum. To loose body weight a significantly higher level of physical activity is required. Exercise programs can play an important part to reach the required level of health-enhancing physical activity. The Austrian pilot projects “Aktiv Bewegt” and “GEHE-Adipositas” showed that obese adults were interested in structured exercise programs and that they were also willing to use them. Clear defined quality criteria, the differentiation from conventional programs for already active and fit people and a recommendation from a doctor or other health professionals were important motivation reasons.

Sandra Haider, Thomas Lamprecht, Daniel Dick, Christian Lackinger, Wiener Medizinische Wochenschrift 3/4/2016

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