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Allgemeinmedizin 22. Februar 2016

Verdacht schöpfen

Im wachsamen Blick des Apothekers

8400 Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken meldeten Apotheken in Deutschland im vergangenen Jahr der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Gemeldet werden sowohl Qualitätsmängel als auch mögliche unerwünschte Wirkungen und Medikationsfehler. Das unterstreicht die wichtige Rolle der Apotheker in Sachen Arzneimittelsicherheit. Die Zahl der gemeldeten Verdachtsfälle war 2015 übrigens rückläufig.

„Apotheken leisten durch die Meldungen an die AMK einen bedeutsamen Beitrag für eine erhöhte Arzneimittelsicherheit“, sagte Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der AMK. Apotheken können Qualitätsmängel und unerwünschte Wirkungen an die AMK melden. Dabei reicht es aus, wenn die Apotheke einen Verdacht hat, denn alle Meldungen stellen zunächst Signale dar, denen die AMK gemeinsam mit den Behörden und pharmazeutischen Herstellern nachgeht. Bei Qualitätsmängeln, die vermutlich durch einen Hersteller verursacht wurden, ist die Apotheke verpflichtet, ihre zuständige Behörde zu benachrichtigen.

Qualitätsmängel, unerwünschte Wirkungen und Medikationsfehler

Die meisten Meldungen betrafen verschreibungspflichtige Arzneimittel (5831 Meldungen), gefolgt vonMeldungen zu rezeptfreien Medikamenten (1783 Meldungen). Etwa ein Drittel (32%) entfiel auf unerwünschte Wirkungen von Arzneimitteln, Medizinprodukten und anderen Produktgruppen, wie z. B. Nahrungsergänzungsmitteln. Zu diesen Meldungen zählen auch Medikationsfehler, wie z. B. vermeidbare Anwendungs- oder Dosierungsfehler. Die anderen zwei Drittel der AMK-Meldungen (68 %) bezogen sich auf Qualitätsmängel wie u. a. Verpackungsfehler, Mängel der Produkteigenschaften sowie fehlerhafte Kennzeichnungen oder Deklarationen.

Quelle: abda

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