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Allgemeinmedizin 25. Jänner 2016

Apotheker und Medikationsplan

Mehr als nur eine Arzneimittelliste

In Österreich ist die speziell in der ärztlichen Standesvertretung ungeliebte ELGA immer noch Anlass für viele kritische Blicke in eine überwachte, höchst bürokratische Zukunft des Gesundheitssystems. In Deutschland sieht das E-Health-Gesetz vor, dass ab 2018 elektronische Medikationspläne verfügbar sind.

Die Rolle des Apothekers in Sachen Arzneimittelsicherheit war eines der Themen beim internationalen Fortbildungskongress pharmacon in Schladming. „Die Arzneimittelsicherheit ist und bleibt die zentrale Aufgabe der Apotheker, unabhängig vom jeweiligen Tätigkeitsfeld“, sagte Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK). Kiefer: „Wir sollten dem Grundsatz der Qualitätssicherung folgen: Jeder soll das tun, was er am besten kann. Ärzte sind die Experten für die Diagnose und Therapie; Apotheker sind die Experten für Arzneimittelversorgung.“

Zur Entlastung der Hausärzte

Die (haus-)arztzentrierte medizinische Versorgung hält Kiefer für richtig und zukunftsweisend. „Aber es gibt immer weniger Praxen für Allgemeinmedizin, und die verbleibenden Hausärzte sollten nicht noch stärker belastet werden als bisher.“ Der Medikationsplan muss mehr sein als eine Arzneimittelliste: „Er ist nur dann nutzbringend für den Patienten, wenn er das Resultat eines berufsübergreifenden Medikationsmanagements ist.“ Es gebe keinen Vorrang der ärztlichen Tätigkeit vor der Information und Beratung durch Apotheker. „Nur in der Ergänzung gewährleisten beide Heilberufe die Arzneimitteltherapiesicherheit“, betonte Kiefer. Die BAK wird Inhalte und Werkzeuge erarbeiten, um die Arzneimitteltherapiesicherheit weiter zu verbessern.

Quelle: abda

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