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Allgemeinmedizin 23. März 2015

Apotheker und Pflege

Erste gemeinsame Fortbildung und gemeinsame Konzepte.

Die engere Zusammenarbeit zwischen Apothekern und Pflegekräften zum Wohle der Patienten führte nun zur ersten gemeinsamen Fortbildung zum Thema „Geriatrische Pharmazie und Pflege“. Mitte März trafen sich Angehörige der beiden Gesundheitsberufe in Saalfelden und diskutierten unter anderem die Entwicklung eines Kooperationsprogramms zur Verbesserung der Medikation von pflegebedürftigen Personen in Heimen, Krankenhäusern oder betreutem Wohnen.

„Apotheker und Pflegepersonal profitieren vom Austausch des Wissens“, erklärten Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes, und Mag. pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, zur Zusammenarbeit: „Wir erwarten uns von unseren Kooperationsprojekten, dass sich die Lebensqualität der Patienten erhöht und arzneimittelbezogene Probleme rascher erkannt werden können.“

Interaktionen: Warnanzeichen besser verstehen

Der Großteil der pflegebedürftigen Personen ist älter als 60 Jahre und benötigt eine medikamentöse Therapie. Mit der Anzahl von gleichzeitig eingenommenen Medikamenten steigt allerdings das Risiko für Wechselwirkungen stark an. Zu viele, ebenso wie zu wenige Medikamente, falsch angewendete oder überhaupt die falsche Medikation verschlechtern den Gesundheitszustand. Pflegepersonen sollen zukünftig Warnanzeichen besser verstehen lernen und die Apotheker rechtzeitig darüber informieren. So wird es dem Apotheker möglich, im Rahmen des Medikationsmanagements die Medikation des Patienten und seinen Gesundheitszustand zu verbessern.

Die Apothekerschaft arbeitet derzeit neue wissenschaftliche Projekte zu den Themen „Sturzgefahr“ und „Schlafmittel“ sowie eine neue Datenbank zur Teilbarkeit von Arzneimitteln aus.

Quelle: Presseinformation ÖAK

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