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Erschienen in: Psychotherapie Forum 1-2/2019

Open Access 15.05.2019 | originalarbeit

Zur Kritik der Heteronormativität – Queere Perspektiven in der Psychotherapie

verfasst von: Esther Hutfless

Erschienen in: Psychotherapie Forum | Ausgabe 1-2/2019

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Zusammenfassung

Psychiatrische Diskurse über Perversionen und „sexuelle Abirrungen“ sowie die Entwicklung und Wirkmacht von Diagnose-Manualen, die Homo- und Transsexualität als psychische Störungen charakterisierten und dies im Fall von Trans* aber z. B. auch Transvestitismus noch immer tun, ebenso die heteronormativen Vorstellungen unserer Kultur, sind mit psychotherapeutischen Diskursen eng verschränkt.
In der therapeutischen Praxis bedeutet dies unter anderem noch immer, dass Menschen, die psychotherapeutische Hilfe suchen und nicht der „Norm“ entsprechen, mit Vorurteilen, stereotypen Geschlechter‑, Beziehungs- und Sexualitätsvorstellungen konfrontiert sind oder sowohl ihre Lebensentwürfe als auch ihr Begehren als Ausdruck psychischer Unreife beurteilt werden.
Darüber hinaus reproduzieren psychotherapeutische Diskurse nicht nur diskriminierende Strukturen, sondern sind mit Michel Foucault vielmehr selbst Teil jenes Macht-Wissenskomplexes, der Subjekte auf spezifische Weise hervorbringt und damit zugleich reguliert.
Anti-Diskriminierungspolitiken, die Forderungen nach Gleichstellung ausgehend von einer unterdrückten sozialen Gruppe formulieren, haben zwar gesellschaftspolitisch viel erreicht, doch werden sie von diskurstheoretischen Ansätzen dafür kritisiert, dass sie die Identitätskategorien „unterdrückter“ oder „ausgeschlossener“ Subjekte und damit die Entgegensetzung und Hierarchisierung zwischen Norm und Abweichung weiter fortschreiben und Identitäten essentialisieren oder aber „ausgeschlossene“ Subjekte in die heteronormative Ordnung assimilieren, um für sie ebenfalls „Normalität“ zu proklamieren, was zu einer erneuten Unterwerfung führt.
Im vorliegenden Artikel möchte ich daher über gleichstellungspolitische Ansätze hinausgehen, da diese Ansätze Identitätskategorien re-produzieren und fortschreiben. Stattdessen werde ich – ausgehend von queeren Konzepten – dafür plädierenden, den Bereich der Norm selbst in Frage zu stellen und zu dekonstruieren. Darüberhinaus werde ich zeigen, inwiefern insbesondere queere Ansätze als produktive und kritische Interventionen in psychotherapeutischen Diskursen und Praxen wirken können.
Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Psychiatrische Diskurse über Perversionen und „sexuelle Abirrungen“, die Entwicklung und Wirkmacht von Diagnose-Manualen, welche Homo- und Transsexualität als psychische Störungen charakterisierten und dies im Fall von Trans*1 aber z. B. auch Transvestitismus noch immer tun, ebenso wie die heteronormativen Vorstellungen unserer Kultur sind mit psychotherapeutischen Diskursen eng verschränkt.
In der therapeutischen Praxis kann dies noch immer dazu führen, dass Menschen, die psychotherapeutische Hilfe suchen und nicht der „Norm“ entsprechen, mit Vorurteilen, heteronormativen Geschlechter‑, Beziehungs- und Sexualitätsvorstellungen konfrontiert sind oder ihre Lebensentwürfe und ihr Begehren als Ausdruck psychischer Unreife beurteilt werden. Darüber hinaus können psychotherapeutische Diskurse Michel Foucault folgend (1968, 1969) selbst als Teil jenes Macht-Wissenskomplexes verstanden werden, der gesellschaftliche Normvorstellungen nicht bloß reproduziert und auf diese Weise diskriminierend wirkt, sondern der über ein Ineinandergreifen verschiedener Diskurse und Techniken in jedes Subjekt eindringt, es auf spezifische Weise hervorbringt und reguliert.
Anti-Diskriminierungs- und Gleichstellungs-Initiativen der Frauen*-, Lesben*- und Schwulen*bewegung haben vielfältige Diskriminierungen sichtbar gemacht und im Sinne einer Anerkennung verschiedenster Lebens- und Begehrensformen als „Teil der Norm“ viel erreicht, etwa das Recht auf Adoption, das Recht auf eingetragene Partner*innenschaften und die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, aber auch das Recht als Schwuler* oder Lesbe* eine Psychotherapieausbildung zu absolvieren2.
Es braucht also einerseits Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitik, um gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu verändern, dennoch schreibt diese Form der Politik die Norm auch fort und bringt damit immer zugleich auch das „andere“ der Norm als hierarchisch untergeordnetes Moment in einer dichotomen Struktur hervor.
Im vorliegenden Artikel möchte ich daher über gleichstellungspolitische und normalisierende Ansätze in Bezug auf „nicht-konforme“ Sexualitäten, Begehren und Identitäten hinausgehen, da diese Ansätze Identitätskategorien produzieren und fortschreiben. Stattdessen geht es in diesem Text darum, ausgehend von queeren Konzepten dafür zu plädieren, den Bereich der Norm selbst in Frage zu stellen und zu dekonstruieren. Ich möchte zeigen, inwiefern insbesondere queere Ansätze als produktive und kritische Interventionen in psychotherapeutischen Diskursen und Praxen wirken können.

Subjektivation, Heteronormativität und queere Kritik

Heteronormativität beschreibt Tim Dean als „die verschiedenen Formen, in der die Welt ausgehend von einer heterosexuellen Perspektive bestimmt und mit Sinn erfüllt wird“ (2017, S. 346). Zu diesem Dispositiv der Heteronormativität gehört unter anderem auch die Vorstellung einer komplementären Beziehung zwischen zwei Geschlechtern, gebunden an bestimmte Konzeptionen von Männlichkeit und Weiblichkeit, die auf einer biologischen und/oder kulturellen „Natürlichkeit“ basiert. Heteronormativität organisiert sämtliche Bereiche unserer Kultur, Gesellschaft und Subjektivität wie z. B. Körper, Identitäten, Familie, Arbeit, Nation usw. (Hark 2005, S. 294) und erzeugt sowohl Bereiche der Norm als auch der Abweichung bzw. Pathologie: „Die Heterosexualitätsnorm, aber auch die Produktion schwulen und lesbischen Begehrens als Abweichung dieser Norm, lassen die gegengeschlechtliche Anziehung immer wieder als natürlich und menschlich erscheinen“ (Hark 2005, S. 293). Auf diese Weise ermöglicht Heteronormativität die Verschleierung der Konstitutionsgeschichte von Heterosexualität als privilegierter Sexualität und Subjektivität.
Queer Theory – als Feld verschiedener interdisziplinärer, nicht homogener Diskurse – analysiert unter anderem, auf welche Weise Heteronormativität den Bereich des Sozialen – aber auch Subjekte selbst – strukturiert (Dean 2017, S. 346). Oder anders formuliert: „Die theoretisch entscheidende Leistung von Queer Theory ist es, Heterosexualität analytisch als ein Machtregime rekonstruiert zu haben, dessen Aufgabe die Produktion und Regulierung einer Matrix von hegemonialen und minoritären sozio-sexuellen Subjektpositionen ist. Das bedeutet, dass das Regime der Heterosexualität nicht allein Subjektivitäten, Beziehungsweisen und Begehrensformen organisiert, vielmehr strukturiert es auch gesellschaftliche Institutionen, wie Recht, Ehe, Familie und Verwandtschaft oder wohlfahrtsstaatliche Systeme, es ist eingeschrieben in (alltags-)kulturelle Praxen, wie Photos in der Brieftasche tragen, Familienpackungen einkaufen, Gäste empfangen, Weihnachten feiern, eine Waschmaschine kaufen, ein Formular ausfüllen oder Diät halten, und es organisiert schließlich ökonomische Verhältnisse, etwa in der geschlechtlichen Arbeitsteilung“ (Hark 2005, S. 285). Heteronormativität wirkt sich so nicht nur auf jene Subjekte aus, die der gesellschaftlichen Norm nicht entsprechen, sondern sie wirkt ebenso auf all jene Subjekte, die den Bereich der Norm konstituieren, indem sie sie ebenso einem bestimmten Diskurs und bestimmten Praxen unterwirft.
Als theoretische Herangehensweise, um sich mit eben jenen Diskursen kritisch und dekonstruktiv auseinanderzusetzen, die ein bestimmtes geschlechtliches oder rassisiertes Subjekt erzeugen, hat Teresa de Lauretis als Erste den Begriff „Queer Theory“ in den akademischen Diskurs eingebracht (de Lauretis 1991; siehe auch Halperin 2003; Jagose 2015; Hutfless 2017, S. 40). Unter dem Überbegriff „Queer Theory“ geht es de Lauretis auch darum, all jenen schwulen* und lesbischen* Identitätspolitiken, die Differenzen wie Hautfarbe oder soziale Herkunft ausblenden, kritisch zu begegnen und im Gegensatz dazu einen neuen diskursiven Horizont zu eröffnen, der es möglich macht, Subjekte, Körper, Sexualitäten etc. anders zu denken.
Die queer-theoretische Auseinandersetzung mit Fragen der Norm und der Abweichung, mit der Konstituierung von Subjekten unter diskursiven Vorzeichen und der Kritik an Identitäts- und Minderheitenpolitiken basiert wesentlich auf Michel Foucaults Untersuchung des neuzeitlichen Machtbegriffs als produktiver Kraft. Dem französischen Philosophen Michel Foucault zufolge werden Subjekte durch Machtwirkungen hervorgebracht und zugleich reguliert. Macht wird Foucault zufolge nicht einfach durch einen Staat oder Souverän ausgeübt, sie wirkt auch nicht durch Verbote und Unterdrückung. Stattdessen wirkt sie polymorph, d. h. über eine Vielzahl verschiedener Diskurse, z. B. medizinischer, psychologischer, psychiatrischer, juristischer, psychotherapeutischer, pädagogischer Diskurse, etc.; sie wirkt aber auch über verschiedene Praktiken, wie etwa die kirchliche Beichte und über die Bildung und Vermehrung von Identitätskategorien und dringt so in die intimsten und individuellsten Verhaltensweise des Subjekts und in dessen Körper ein. Foucault versteht das Subjekt im wörtlichen Sinne, dem lateinischen Ausdruck subjectum folgend, daher als das Unterworfene. Insofern bezeichnet Subjektivation den Prozess der Subjektwerdung, der zugleich immer auch ein Prozess des Unterworfen-Werdens unter polymorphe Machtstrukturen ist. Foucaults These, dass das Subjekt durch Machtwirkungen erst hervorgebracht und zugleich reguliert wird, bedeutet auch, dass es keinen Bereich außerhalb der Macht gibt und damit auch keine ursprüngliche menschliche Natur oder Sexualität, die dann sekundär von der Politik oder Gesellschaft unterdrückt würde. Damit wendet sich Foucault gegen all jene Vorstellungen, die davon ausgehen, dass das Individuum und seine Sexualität aus der Unterdrückung vergangener Zeiten befreit werden müssten, um zu einem besseren Leben oder einem besseren Sex zu gelangen. Durch eben jene Diskurse zur Befreiung der Sexualität – etwa ausgehend von der 68er-Bewegung, aber z. B. auch durch psychoanalytische Diskurse – sei, so Foucault, der Diskurs über den Sex intensiviert und angestachelt worden, wodurch jedoch die Macht nicht weniger regulierend und normierend wirkt, sondern sogar viel effizienter und totaler, als dies durch bloße Unterdrückung und Zensur möglich wäre (Foucault 1983, S. 63 f.). Als Beispiel für die Funktionsweise der Macht analysiert Foucault die Hervorbringung der Homosexualität als eigenständige Identitätskategorie und damit als Angriffsfläche der Macht. Foucault zeigt, dass es die Kategorie Homosexualität bis etwa 1870 nicht gab, und es damit auch nicht möglich war, sich selbst als Homosexuelle*r zu begreifen. „Sobald der ‚Homosexuelle‘ als bestimmter Typus, charakterisiert durch eine ihm eigene Psychologie, bezeichnet wurde, konnte gleichgeschlechtliche Sexualität nicht nur als Sünde oder Verbrechen, sondern auch als Krankheit und Abweichung von der Norm verstanden werden“ (Dean 2017, S. 347; vgl. auch Foucault 1983, S. 58 f.). Je stärker subjektive Identitäten ausdifferenziert sind, desto intensiver und stärker kann die Macht ihre Wirkungsweise entfalten (Dean 2017, S. 348). Da man sich Foucault zufolge durch neue Identitäten nicht den Machtwirkungen entziehen oder diesen Widerstand leisten kann, sind queere Ansätze insbesondere kritisch gegenüber Identitätskategorien und darauf rekurrierende politische Praxen. Bürger*innenrechts‑, Frauen*-, Lesben-* und Schwulen*bewegungen berufen sich u. a. auf Identitätskategorien, um diskriminierenden und unterdrückenden gesellschaftlichen Strukturen etwas entgegenzusetzen und rechtliche Gleichstellung zu erkämpfen. Diese Formen von Identitätspolitik waren und sind sehr erfolgreich, haben in der Vergangenheit jedoch auch ihre Schattenseite offenbart. So wurde unter anderem mit dem Auftreten von AIDS zu Beginn der 1980er Jahre jene Gruppe massiv stigmatisiert und ausgegrenzt, bei der diese Erkrankung zuerst auftrat: schwule Männer*. Aids wurde, wie Tim Dean beschreibt, als eine Erkrankung aufgefasst, die einen bestimmten Typ Mensch befällt. Das heißt, die für politische Kämpfe um Gleichberechtigung so wichtige Identität „Homosexuelle*r“ wurde zu einem Stigma, „Schwule* [wurden; Einf. E. H.] schlagartig zu Seuchen verbreitenden Perversen“ (Dean 2017, S. 349) und es ging zunächst weniger um die Bekämpfung der Erkrankung als vielmehr darum, die „normale“ Bevölkerung vor dieser „queeren“ Personengruppe zu schützen. Diese ursprünglich abwertend gebrauchte Bezeichnung „queer“ wurde zunächst vor allem von schwulen Männern* angeeignet, mit neuen, positiven Bedeutungen angereichert und so bedeutungsverändernd rezitiert. Am Begriff queer selbst zeigt sich also genau jener Prozess der Bedeutungsverschiebung als Teil einer politischen Praxis, um den es queeren Ansätzen unter anderem geht und der auf jenen diskurskritischen Theorien basiert, die davon ausgehen, dass nicht ein ursprünglich gegebener Gegenstand, oder ein ursprünglich gegebenes biologisches Geschlecht die Bedeutung eines Begriffs z. B. Mann oder Frau, determiniert und verursacht, sondern dass Bedeutungen allein im Feld der Sprache aus der Differenz der Zeichen zueinander entstehen, daher veränderbar sind und aus diesem Grund über Diskursverschiebungen auch durchaus andere Subjekte und Körper hervorgebracht werden können (Hutfless 2017). Dies bedeutet Judith Butler zufolge nicht, dass es Materie nicht gäbe, aber Sprache ist für uns die einzige Möglichkeit Materie zu fassen, und sobald wir einen Begriff von Materie haben, wird Materie diskursiviert und es geht eben jene Eigenart der „Materie“ verloren, die mit dem Begriff gefasst werden soll (1997, S. 56).
In einer Geste der Radikalisierung von Foucault’s Denken gehen queere Ansätze also davon aus, dass Geschlecht, Sexualität und Identität keine natürlichen Kategorien darstellen, vielmehr werden sie als fiktionale und sprachliche Konstrukte verstanden, die nichtsdestotrotz materielle Effekte zeitigen, sich also auch in die Körper einschreiben (Jagose 1996, S. 130 f.). Körper sind also immer schon kulturelle und diskursive Körper. Diese Vorstellung von Körpern unterscheidet sich radikal von jenen Vorstellungen, die davon ausgehen, dass es einen vordiskursiven oder natürlichen Körper, ein natürliches Geschlecht, eine natürliche Sexualität gäbe, die dann sekundär sprachliche Begriffe oder Bedeutungen wie Mann, Frau, Homo- und Heterosexuell verursachen und begründen würden.
Das subversive Potential von „queer“ wird daher darin gesehen, dass queer sich nicht auf eine Präsenz oder einen Ursprung bezieht, es adressiert eher das Undarstellbare, das sich Entziehende, es bleibt fluide und soll nicht zur Identität, zur Ideologie oder zum Begriff erstarren und nicht angeeignet oder instrumentalisiert werden (Hutfless 2017; Butler 1997, S. 313). Queer verweist zudem darauf, dass Formen erstarrender und identitärer Aneignung von Geschlecht immer schon verfehlt werden, Körper subvertieren immer schon auf irgendeine Weise die Norm.
Unter dem Stichwort „queer“ geht es darum, politische Aktionsformen zu entwickeln, die auf Identitätskategorien verzichten, die Bedeutungen verschieben oder in der Schwebe halten, mit Bedeutungen spielen und auf subversive Weise Diskurse transformieren. Queer-theoretische Ansätze argumentieren daher nicht für politischen Widerstand, der sich auf individuelle „ausgegrenzte“ Identitäten stützt, sondern für eine Politik, die sich allen fixierenden Identitäten und Normierungen widersetzt. Aus diesem Grund nehmen queere Ansätze im Sinne der Intersektionalität auch Überlagerungen verschiedener Unterdrückungsformen, wie etwa „Race“, „Class“, „Color“, „Dis/Ability“, etc. in den Blick (Dean und Lane 2001, S. 7).
Queer-Theoretiker*innen denken Sexualität, sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität als dynamisch, instabil und prozesshaft und zugleich jedoch auch als eingebunden in diskursive Konstruktionsformen: „Thus one tension that queer theory throws into relief is that between lesbians and gays who want a respectable, normal existence, and those who want to use their sexuality politically to disrupt normality, with its gender hierarchies, racial discrimination, and conventional expectations about ‚family life‘ for all“ (Dean und Lane 2001, S. 21).

Queere Perspektiven in der Psychotherapie

Es ist insbesondere das kritische und dekonstruktive Potential der Queer Theory, das es ermöglicht, all jene – auch impliziten Vorannahmen – die den traditionellen binären Kategorien von Männlich/Weiblich, Homosexuell/Heterosexuell, Normal/Pathologisch zu Grunde liegen, und die Art und Weise, wie Identitäten und Subjekte durch soziale, kulturelle, medizinische, sprachliche usw. Normen, Vorstellungen und Praxen entstehen, zu entlarven und zu hinterfragen. In psychotherapeutischen Diskursen dominieren meist nach wie vor essentialistische Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit, die in weiterer Folge oft auch implizit mit bestimmten Krankheitsbildern (weiblichen Borderline-Störungen oder Hysterien, männlichem Narzissmus, der Unterscheidung zwischen männlicher und weiblicher Perversion, bspw.) in Verbindung gebracht werden. Ebenso werden bestimmte Begehren, Beziehungsformen und Sexualitäten mitunter mit Vorstellungen von reifen oder unreifen Persönlichkeitsstrukturen verknüpft. All diesen Vorstellungen liegt das Dispositiv der Heteronormativität zu Grunde. Diese Vorstellungen können nicht nur zu Diskriminierungen führen und negative therapeutischen Übertragungsbeziehungen begünstigen. Sie verhindern zudem, dass Analysand*innen3 offen in der therapeutischen Beziehung über ihre Sorgen, Ängste und Begehren sprechen können. Burgermeister und Nuñez weisen auch darauf hin, dass „gerade im klinischen Alltag immer wieder deutlich [wird; Einf. E. H.], wie beschränkt sich mittels binärer Kategorien oftmals die Lebensrealitäten von Individuen erfassen und verstehen lassen und wie Patient_innen ebenso wie Therapeut_innen als Subjekte stereotype Vorstellungen in Fantasie und Realität immer wieder auch durchkreuzen“ (2015, S. 58 f.).
In der „Behandlung“ von Trans*Personen hatten Psychotherapeut*innen lange eine problematische Rolle inne und haben sie als Gutachter*innen teils noch immer. Eine verpflichtende psychotherapeutische Behandlung für Trans*-Personen untergräbt das Unternehmen einer Psychotherapie im eigentlichen Sinne, da die Betroffenen unter diesen Rahmenbedingungen nicht mehr offen über mögliche Ängste, Sorgen oder Zweifel sprechen können, sondern ihr „wahres“ Geschlecht beweisen müssen. Insbesondere Dank der Interventionen queerer Aktivist*innen und Theoretiker*innen, ist heute der Therapiezwang in Österreich gefallen und Trans*Personen können von Psychotherapeut*innen besser begleitet werden (Burgermeister und Nuñez 2015, S. 60). Voraussetzung für eine solche psychotherapeutische Begleitung ist, dass die eigenen heteronormativen Vorannahmen der Therapeut*innen kritisch hinterfragt werden. Denn ähnlich wie etwa bei Homosexualität, wo eine offizielle Entpathologisierung längst stattgefunden hat, bleiben Stigmatisierungen oft – jedoch weniger fassbar und impliziter – im therapeutischen Kontext weiter bestehen. Aber auch die Normalisierung z. B. von Bi- oder Homosexualität und die Betonung der Gemeinsamkeiten mit heterosexuellem Begehren kann problematisch sein, eine differenzierte Auseinandersetzung verunmöglichen und diskriminierungsbedingte Differenzen unsichtbar machen. In diesem Sinne kann auch von Homonormativität gesprochen werden, wenn Werte der heterosexuellen Norm auf Homosexuelle übertragen oder von diesen angeeignet werden. Darüber hinaus beschreibt Homonormativität die Wirksamkeit bestimmter Herrschaftsstrukturen in queeren Communities, die mit dem Ausschluss oder der Unsichtbar-Machung von z. B. nicht-weißen, trans*, sich nicht als homosexuell identifizierenden, nicht der Mittelschicht usw. angehörigen Menschen (Goldberg 2016, S. 542 f.) einhergehen.
„Die Befürchtung, die Thematisierung von Differenzen [Anm. E. H.: in Bezug auf die Norm] könnte zu einer erneuten Pathologisierung und zum erneuten Verlust von Rechten und Freiheiten führen, verleitet manche LGB-Aktivist*innen dazu, lieber über offensichtliche diskriminationsbedingte gesundheitliche und psychische Probleme bei homo- und bisexuellen Menschen zu schweigen. Die medizin-psychiatrischen und psychologischen Akademien wiederum fühlen sich durch dieses Schweigen in ihrer liberalen Haltung, dass das Problem der Homosexualität endlich überwunden sei, bestätigt“ (Burgermeister und Nuñez 2015, S. 61).
Eine Auseinandersetzung mit queeren und dekonstruktiven Perspektiven könnte in psychotherapeutischen Diskursen auf vielfache Weise produktiv sein. Einerseits, indem Therapeut*innen sensibel werden für ihre Vorurteile, Pathologisierungen und bewertenden unbewussten Gegenübertragungsreaktionen, für die Weise wie Heteronormativität das eigene Denken und therapeutische Arbeiten prägt und wie ausgehend davon bestimmte Beziehungsformen, Sexualitäten oder Subjektivitäten als gut, glücklich, reif oder als zu behandeln oder zu überwinden eingestuft werden. Queeren Ansätzen geht es nicht um Toleranz, Gleichstellungs- oder Diversitätsansätze – denn all diesen Ansätzen liegen je eigene Problematiken zu Grunde, da sie Andersheit fortschreiben und nach wie vor einer angenommenen Norm entgegensetzen, Andersheit normalisieren oder auf fixierende Identitätskategorien festschreiben. Queeren Ansätzen geht es vielmehr darum, die „Norm“ und deren Hervorbringungsprozesse selbst in den Blick zu nehmen und kritisch zu hinterfragen. Dieses Projekt könnte man mit den Worten Naomi Schemans als „Queering the Center, by Centering the Queer“ zusammenfassen (1997). Einige radikale Ansätze eines Queerings der Norm und einer Dekonstruktion von binären Konzepten finden sich bereits bei Freud. Sigmund Freud hat etwa in den Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie Homosexuelles als unbewussten Anteil auch in der Heterosexualität verortet und umgekehrt (1905, S. 44) und die Perversion als Teil jeder Sexualität verstanden (Freud 1905, S. 60). Mit diesem radikal dekonstruktiven Denken, dass sowohl die Dichotomie von Homo- und Heterosexualität in Frage stellt, als auch das Perverse aus einem pathologisierenden Diskurs herauslöst, indem jegliche Sexualität als losgelöst von der Fortpflanzungsfunktion, durchsetzt von unbewusstem Triebgeschehen, verstanden wird, legt Freud gewissermaßen schon den Grundstein für ein „queeres“ Verständnis von Sexualität wie Tim Dean und Christopher Lane ausführen (Dean und Lane 2001, S. 5; Hutfless 2016). Freud selbst hält an dieser Position jedoch nicht konsequent fest. Und auch in der weiteren Entwicklung sowohl der Psychoanalyse als auch anderer therapeutischer Schulen wurden eher dichotome und hierarchisierende Konzepte, die mit der Pathologisierung von der gesellschaftlichen Norm widersprechenden Begehren, Identitäten und Sexualitäten einhergehen, weiter fortgeschrieben.
Queere Ansätze in psychotherapeutische Überlegungen miteinzubeziehen, könnte etwa bedeuten, die Diagnose psychischer Leidenszustände als unabhängig von der sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität einer Person zu sehen. Von sexuellen Praktiken kann beispielsweise weder auf eine Persönlichkeitsstruktur noch auf eine „Ursache“ für psychische Leidenszustände geschlossen werden (Sulyok 2017, S. 463). Eine narzisstische Problematik z. B. ist nicht kausal an die Homosexualität einer Person gebunden, ebenso wenig sind Trans*-Personen psychotisch. Zudem liegt „sexuell abweichendes Verhalten“ nicht in einem abwesenden Vater und einer überfürsorglichen Mutter begründet (Sulyok 2017, S. 487) usw. um nur einige konkrete Beispiele zu nennen, in denen queere Ansätze in psychotherapeutische Überlegungen miteinbezogen werden. Gleichzeitig gilt es aber nicht aus den Augen zu verlieren, dass psychische Leidenszustände sehr wohl mit Diskriminierungs- und Gewalterfahrung aufgrund der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität verbunden sein können.
Zu einer queeren therapeutischen Perspektive gehört daher auch, die theoretischen Dogmen und die metapsychologischen Konzepte der eigenen therapeutischen Schule genau zu kennen und kritisch zu befragen, ebenso wie die Verwendung von bewertender oder abwertender Fachterminologie, etwa das Sprechen über „primitive Abwehrmechanismen“, „Störungen“, etc. Natürlich arbeiten wir im Feld der Psychotherapie mit Theorien, um Prozesse zu verstehen. Wir sollten diese Theorien jedoch nicht mit Schöpfungsgeschichten verwechseln, oder mit dem psychischen Geschehen selbst, sondern uns dessen bewusst sein, dass es sich dabei immer nur um Versuche der Annäherung an das Psychische handelt. Es ist eine konstitutive Grundbedingung von Sprache, dass ihr das, was sie zu fassen sucht – in diesem Falle das Psychische – in eben jenem Moment bereits auch schon wieder entgleitet.
In diesem Sinne würde ich aus einer queeren Perspektive dafür plädieren, die Suche nach „der Ursache für die Abweichung“ aufzugeben (Drescher 2002) – ein Gedanke, mit dem vor allem tiefenpsychologische Ansätze arbeiten – um die Entgegensetzung von Norm und Abweichung nicht weiter fortzuschreiben. Das Zusammenwirken von Psyche, Körper, Geschlecht, individueller Geschichte, Gesellschaft ist äußerst komplex und kann nicht restlos „aufgelöst“ oder aufgeklärt werden. Theorien, die sich umfassend erklärend und universal deutend geben, mögen uns Sicherheit vermitteln, jedoch werden sie der Komplexität und Ambiguität des psychischen Geschehens nicht gerecht. Es gibt viele widersprüchliche Theorien zu Geschlecht, Subjektivation, Begehren, Leidenszuständen etc. Diese Widersprüchlichkeit stellt keinen Mangel dar, sondern eine große Ressource. Wir können und müssen uns in der psychotherapeutischen Arbeit verschiedener, widersprüchlicher Theorien bedienen, die wir zugleich auch immer wieder aufs Spiel setzen müssen, so wie unser Verstehen immer wieder in der Arbeit mit Analysand*innen aufs Spiel gesetzt wird. Geschlechtlichkeit, Identität, Begehren sind gekennzeichnet von einer Heterogenität, Ambiguität und Widersprüchlichkeit und dieser Widersprüchlichkeit gilt es auch im therapeutischen Geschehen gerecht zu werden. Dem anti-ideologischen und normen-kritischen Anspruch von queer folgend, möchte ich hier nicht mit einer Bestimmung von queerer Psychotherapie schließen oder eine Anleitung für die therapeutische Praxis geben sondern vielmehr dazu ermutigen neugierig und aufmerksam gegenüber eigenen und gesellschaftlichen Normvorstellungen und Diskursen zu bleiben.

Interessenkonflikt

E. Hutfless gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz (http://​creativecommons.​org/​licenses/​by/​4.​0/​deed.​de) veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Fußnoten
1
Im vorliegenden Text verwende ich den Asteriscus (*) als Markierung einer Leerstelle zwischen den sprachlich und gesellschaftlich konformen Polen männlich und weiblich, um Raum für vielfältige sexuelle und geschlechtliche Lebens- und Seinsweisen jenseits des heteronormativen Dualismus Mann/Frau, männlich/weiblich zu eröffnen und den Ausschluss dieser im konventionellen Sprachgebrauch sichtbar zu machen.
 
2
So wurden Lesben* und Schwule* aufgrund der allgemeinen Auffassung, dass Homosexualität eine neurotische Störung sei, oft nicht als geeignet für die Absolvierung einer psychotherapeutischen Ausbildung befunden. Teilweise scheint es bis heute Ressentiments zu geben, auch wenn diese meist nicht mehr explizit geäußert werden. Ähnliche Ressentiments finden sich heute oft in Bezug auf Trans*-Personen, obzwar es vereinzelt bereits erste Trans*-Personen gibt, die eine Psychotherapieausbildung begonnen oder bereits abgeschlossen haben.
 
3
Als Psychoanalytiker*in bevorzuge ich die Bezeichnung Analysand*in, da sie mir am wenigsten pathologisierend erscheint.
 
Literatur
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Zurück zum Zitat Sulyok, Ch (2017). Grenzgänge. Perversionen queeren? In E. Hutfless (Hrsg.), Queering Psychoanalysis: Psychoanalyse und Queer Theory – Transdisziplinäre Verschränkungen (S. 459–502). Wien: Zaglossus. Sulyok, Ch (2017). Grenzgänge. Perversionen queeren? In E. Hutfless (Hrsg.), Queering Psychoanalysis: Psychoanalyse und Queer Theory – Transdisziplinäre Verschränkungen (S. 459–502). Wien: Zaglossus.
Metadaten
Titel
Zur Kritik der Heteronormativität – Queere Perspektiven in der Psychotherapie
verfasst von
Esther Hutfless
Publikationsdatum
15.05.2019
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Psychotherapie Forum / Ausgabe 1-2/2019
Print ISSN: 0943-1950
Elektronische ISSN: 1613-7604
DOI
https://doi.org/10.1007/s00729-019-0116-z

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