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01.12.2016 | originalarbeit | Ausgabe 4/2016 Open Access

neuropsychiatrie 4/2016

Zur diagnostischen Relevanz von CBCL und YSR bei Diagnose einer PTBS im Jugendalter

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 4/2016
Autoren:
Sabine Völkl-Kernstock, Katrin Skala, Sophie Klomfar, Oswald D. Kothgassner

Zusammenfassung

Grundlagen

In der vorliegenden Studie wird die Symptomatik von Kindern und Jugendlichen, die traumatisierende Erfahrungen erlebten, mittels der deutschen Form der Child Behavior Checklist (CBCL) und des Youth Self Reports (YSR) untersucht. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern sich die Symptome von Jugendlichen mit und ohne Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) unterscheiden. Ein weiteres Ziel der Arbeit ist die vergleichende Analyse der Selbsteinschätzung der Jugendlichen und der Bewertung der Eltern.

Methodik

Insgesamt wurden N = 41 Patienten im Alter von 11–18 Jahren sowie bei jedem Jugendlichen ein Elternteil befragt. Alle Patienten wurden aufgrund akuter Belastung oder nach traumatisierenden Gewalterfahrungen der Forenischen Ambulanz der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie zugewiesen.

Ergebnisse

Bezüglich der beiden zusammengefassten Skalen „internalisierende“ und „externalisierende“ Auffälligkeiten beschrieben sich Jugendliche mit PTBS signifikant häufiger auffällig als Jugendliche ohne PTBS. Bei externalisierenden Auffälligkeiten zeigte sich systematisch eine höhere Einschätzung der Verhaltensprobleme der Jugendlichen im Vergleich zu ihren Eltern.

Schlussfolgerungen

Die vorliegenden Ergebnisse zeigen eine Divergenz der Eltern-Kind-Einschätzung zu Verhaltensauffälligkeiten auf, die seitens der elterlichen Bezugspersonen nicht in einem klinisch relevanten Ausmaß wahrgenommen werden. Demzufolge ist in der klinischen Praxis bereits am Beginn der Diagnostik bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen darauf zu achten, die Sichtweise der Eltern miteinzubeziehen und möglichem elterlichen Missverstehen entgegen zu wirken.
Literatur
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