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22.02.2021 | Zahnmedizin | Ausgabe 3/2021

Neue Leitung, neue Abteilung

Prof. Till Köhne leitet seit kurzem die Kieferorthopädie am Universitätsklinikum Leipzig und Prof. Dr. Falk Schwendicke hat zum Jahresbeginn die W3-Professur an der Charité übernommen. Beide setzen auf neue Technologien.

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe hier in Leipzig“, so Prof. Dr. Till Köhne. „Vor allem auf die enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Disziplinen am Universitätsklinikum und die Möglichkeiten gemeinsamer Forschungsprojekte“. Der Fachzahnarzt und erfahrene Kieferorthopäde bringt in seine Aufgabe umfassende Erfahrungen sowohl in der universitären Medizin als auch in der kieferorthopädischen Versorgung in der niedergelassenen Praxis mit.

Einführung moderner Lösungen

Darüber hinaus legt er großen Wert auf die Einführung moderner digitaler Lösungen, um Erwachsenen und vor allem Kindern eine optimale Versorgung bei Zahn- und Kieferfehlstellungen bieten zu können. Dazu gehört unter anderem der weitgehende Verzicht auf den Einsatz von Gips zum Erstellen von Abdrücken. „Dank des gerade installierten intraoralen Scanners können wir jetzt komplett digitale Abdrücke anfertigen“, so Köhne. Dies ermögliche nicht nur ein präziseres Arbeiten, sondern sei auch für die Patienten sehr viel angenehmer und auch bei kleinen Kindern unkompliziert einsetzbar. Die digitale Kieferorthopädie, so seine Überzeugung, bietet den Patienten insgesamt hervorragende neue Optionen.

Neue Technologien in Berlin

Prof. Dr. Falk Schwendicke hat die W3-Professur für Orale Diagnostik, Digitale Zahnheilkunde und Versorgungsforschung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin übernommen. Mit der neu geschaffenen Professur übernimmt der 38-Jährige nun die Ausgestaltung der neuen Abteilung in Forschung und Lehre.

Die zahnmedizinische Ausbildung fasst diese zentralen Themenfelder mit weiteren zusammen – von Therapieplanung über Schmerz- und Akutzahnmedizin, Röntgenologie, zahnärztliche Traumatologie, Epidemiologie bis hin zu evidenzbasierter Medizin und Gesundheitsökonomie. Die Bündelung dieser verschiedenen Themenfelder in einer eigenständigen Abteilung ist ebenso einzigartig in Deutschland wie der Forschungsschwerpunkt, der auf den Bereichen KI in der Zahnmedizin, datengestützte Präzisionszahnmedizin und integrative Versorgungsforschung liegt. Insbesondere das Maschinelle Sehen hat das Potenzial, die medizinische Bildauswertung grundlegend zu verändern. Dadurch soll es – zum Wohl der Patienten – ermöglicht werden, zahnmedizinische Daten besser zu verstehen, selbige zu analysieren und darauf aufbauend Vorhersagemodelle zu entwickeln. „Der Einsatz von KI und Big Data für Diagnostik und Versorgungsforschung sowie die internationale Zusammenarbeit stimmen mich hier optimistisch: Wir arbeiten an der Zahnmedizin der Zukunft!“, sagt Schwendicke.

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