Zum Inhalt

„Wer kann mir schon helfen?“

Der Zusammenhang von Therapieerwartungen, Symptombelastungen und belastenden Erlebnissen in einer Stichprobe österreichischer Kinder- und Jugendpsychiatrie-Patient:innen

  • Open Access
  • 02.06.2025
  • originalarbeit
Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Während Therapieerwartungen von erwachsenen Patient:innen als wichtige Wirkfaktoren für den Behandlungserfolg untersucht wurden, gibt es unzureichend Forschung im Kinder- und Jugendbereich. Es ist unklar, in welchem Zusammenhang Therapieerwartungen mit Symptombelastungen, vorangegangenen Erlebnissen und Patient:innencharakteristika stehen.

Methode

Zwischen 01.01.2023 und 31.12.2023 wurden alle an der KJPP Hinterbrühl vorgestellten Patient:innen mittels standardisierten Eingangsfragebögen zu ihren Therapieerwartungen, belastenden Erlebnissen und derzeitiger Symptombelastung befragt. Die finale Stichprobe umfasst N = 206 jugendliche (M = 14,0, SD = 2,29) weibliche (63,6 %) Patient:innen. Die Auswertung erfolgte mittels linearer Regressionsmodelle zur Vorhersage positiver und negativer Therapieerwartungen.

Ergebnisse

Im ersten Regressionsmodell zur Vorhersage von „Furcht vor Veränderung“ (p < 0,001, korrigiertes R2 = 0,276) erwies sich nach Einschluss aller relevanten Drittvariablen (Alter, Geschlecht, belastenden Erlebnissen, Psychopathologie) die vorliegende Angstsymptomatik (β = 0,31, p < 0,01) als einziger signifikanter Prädiktor. Im zweiten Regressionsmodell zur Vorhersage von „Hoffnung auf Besserung“ (p < 0,001, korrigiertes R2 = 0,119) erwiesen sich nach Einschluss aller Drittvariablen vorliegende externalisierende (β = −0,190, p < 0,05) und depressive Symptomatik (β = −0,268, p < 0,05) als signifikante Prädiktoren.

Diskussion

Positive und negative Therapieerwartungen stehen mit spezifischen psychischen Störungsbildern bei Kindern und Jugendlichen in Zusammenhang. Geringere Angstsymptomatik wurde mit weniger Furcht vor Veränderung, geringere depressive und externalisierende Symptomatik mit erhöhter Hoffnung auf Besserung assoziiert und vice versa. Damit zeigt sich die Notwendigkeit, Therapieerwartungen systematisch in die Behandlungsplanung bei Kindern und Jugendlichen einzubeziehen und abhängig vom vorliegenden Störungsbild spezifische Erwartungen zu adressieren.
B. Amanshauser und D. Ipolt teilen sich die Erstautor:innenschaft.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Hintergrund

Behandlungsbezogene Erwartungen von Patient:innen wurden schon vor mehr als einem halben Jahrhundert als ein Wirkfaktor für den Erfolg von Psychotherapie erkannt (Rosenzweig 1936) und durch weitere Forschung bestätigt (Constantino et al. 2012; Greenberg et al. 2006). Therapieerwartungen können als die Vorstellung der Patient:innen über den Therapieprozess sowie dessen Ausgang verstanden werden. Sie werden durch eine Vielzahl von Faktoren geprägt: individuelle Unterschiede (z. B. situative und stabile Persönlichkeitsmerkmale), kognitive Konstruktionen, soziale Einflüsse (Verhalten nahestehender Personen, wahrgenommene kulturelle Normen), frühere Behandlungserfahrungen und aktuelle Rahmenbedingungen der Therapie (Petrie und Rief 2019).
Bisherige Studien konzentrierten sich meist auf Erwartungen hinsichtlich positiver Veränderung. Die Metaanalyse von Constantino et al. (2018) zeigte einen kleinen, jedoch signifikanten Zusammenhang zwischen positiven Erwartungen und geringer Symptombelastung zum Ende der Therapie (r = 0,18, p < 0,001, d = 0,36). Cohen et al. (2015) konnten zeigen, dass die Therapieerwartungen zu Beginn der Behandlung, die Depressionssymptomatik der Patient:innen zum Behandlungsende signifikant vorhersagen. In anderen Studien waren höhere Therapieerwartung ein Prädiktor für die Reduktion depressiver Symptome nach der Behandlung (Meyer et al. 2002; Webb et al. 2013). Hinsichtlich negativer Erwartungen ergibt sich bislang ein heterogenes Bild: einerseits zeigte sich, dass stärker ausgeprägte negative Therapieerwartungen die Wahrscheinlichkeit eines Therapieerfolges senken (Edwards und Fehm 2023), andererseits konnte dies nicht durchgehend bestätigt (Grosse Holtforth et al. 2011). Die Reflexion über Therapieerwartungen im klinischen Alltag zeigt sich relevant, da sie die aktive Mitarbeit von Patient:innen fördert und nachweislich mit dem Aufbau einer tragfähigen therapeutischen Beziehung sowie positiven Behandlungsergebnissen zusammenhängt (Glass et al. 2001).
Neben den Therapieerwartungen zeigte sich ein Einfluss der Symptombelastung zu Beginn der Therapie auf den Therapieerfolg (Einsle und Härtling 2015; Liebherz et al. 2015). Besonders Komorbiditäten mit Achse-II-Störungen haben sich als erheblicher Einflussfaktor gezeigt (Taylor et al. 2010). Weiters können Symptome wie die der (komplexen) posttraumatischen Belastungsstörung den Aufbau einer effizienten therapeutischen Beziehung erheblich erschweren. Auftretende Komorbiditäten, insbesondere Angststörungen und Depressionen (Galatzer-Levy et al. 2013), sind zusätzlich mit negativen Erwartungen an die Zukunft verbunden (Seligman und Petermann 2016). Dabei scheint eine depressive Symptomatik spezifisch mit einer geringen Erwartung positiver zukünftiger Szenarien verbunden zu sein (Miranda und Mennin 2007).
Bis dato fokussierte sich die Forschung zu Therapieerwartung fast ausschließlich auf Erwachsene. Therapieerwartung im Kinder- und Jugendbereich wurde kaum untersucht (Carlberg et al. 2009). Entwicklungsbedingte Unterschiede erschweren eine direkte Übertragbarkeit der Ergebnisse aus dem Erwachsenenbereich auf Kinder und Jugendliche. Ein Unterschied liegt in der Behandlungsmotivation: Erwachsene entscheiden sich in der Regel eigenständig und bewusst für eine Therapie. Bei Kindern wird dies oft auf Initiative der Erwachsenen begonnen (Schonert-Reichl und Muller 1996) und stellt oftmals keine partizipative Entscheidung dar. Dabei bleibt offen, wie sich dies auf eine vorhandene Behandlungsmotivation und damit verbundenen Behandlungserwartungen auswirken kann. Neben internalisierenden Störungen (z. B. Angst, Depression) sind externalisierende Störungen (z. B. Störung des Sozialverhaltens, Aufmerksamkeitsdefizit‑/Hyperaktivitätsstörung) im Kindes- und Jugendalter besonders häufig (Skrivanek et al. 2019). Diese Störungsbilder weisen häufig ein negatives Selbstkonzept sowie negative Zukunftserwartungen auf. Folglich stellt sich die Frage, inwieweit dies eine Entwicklung von positive Therapieerwartungen bei belasteten Kindern und Jugendlichen behindert (Compas et al. 2001).
Auf Grund von fehlenden fundierten Forschungsergebnissen blieb bis dato ungeklärt, in welchem Zusammenhang belastende Erlebnisse, Angstsymptomatik, depressive Symptomatik sowie externalisierende Störungen mit Therapieerwartungen im Kindes- und Jugendalter stehen. Diese Forschungslücke soll in der vorliegenden Studie erstmalig untersucht werden. Es ist notwendig ein Verständnis der Therapieerwartungen von Kindern und Jugendlichen zu erlangen (Hautmann et al. 2021), um eine gezieltere Förderung der Behandlungsmotivation und Behandlungsplanung zu ermöglichen.

Methoden

Stichprobe

Im Rahmen einer standardisierten klinischen Eingangsdiagnostik bei allen erstmalig vorstelligen Patient:innen an der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Standort Hinterbrühl (KJPP Hinterbrühl), Landesklinikum Baden-Mödling, wurden standardisierte Fragebögen ausgegeben. 308 Patient:innen, im Alter von 7 bis 17 Jahren mit ausreichend Deutschkenntnisse wurden zwischen Januar 2023 und Februar 2024 befragt. Die Skalen wurden erstellt, solange mehr als 80 % der Items ausgefüllt waren. 64 Fälle wurden wegen fehlender Daten im PATHEV und weitere 38 Patienten in den weiteren Skalen ausgeschlossen. Das Durchschnittsalter der endgültigen Stichprobe (N = 206) betrug 14,0 Jahre (SD = 2,29), mit 63,6 % Mädchen und 35,9 % Burschen. 29,6 % waren bereits Patient:innen in einer psychiatrischen Einrichtung, 43,2 % nahmen regelmäßig Medikamente und 82,0 % hatten bereits eine Behandlung, einschließlich Psycholog:in, Psychiater:in und Psychotherapeut:in, erhalten.
Die Studie erfolgte ausschließlich im Rahmen des Klinikalltages und wurde von der Ethikkommission der Universität Wien (#00919) sowie der Landesregierung Niederösterreichs (GS$-EK-4/870-2023) genehmigt.

Instrumente

Der Child and Adolescent Trauma Screen (CATS; Sachser et al. 2017) ist ein standardisiertes Instrument zur Erfassung von traumatischen Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen. Es erfasst physische, emotionale und sexuelle Misshandlung sowie externe Belastungen wie Naturkatastrophen oder familiäre Gewalt. Aus den 14 dichotomen Items wurde anschließend ein Gesamtscore der Traumageschichte (fortan als Variable „Trauma“ bezeichnet) gebildet.
Der International Trauma Questionnaire – Child and Adolescent Version (ITQ-CA; Cloitre et al. 2018) ist ein Selbstauskunftsfragebogen mit 22 Items. Er erfasst Skalen der PTBS und Störungen der Selbstorganisation (SSO) und erlaubt die Diagnosestellung der PTBS und komplexen PTBS bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 17 Jahren gemäß den Kriterien der ICD-11. Zur Diagnosestellung muss mindestens ein Symptom aus jedem Symptombereich vorliegen (≥ 2) und funktionale Beeinträchtigung vorliegen.
Die Generalized Anxiety Disorder Scale‑7 (GAD‑7; Spitzer et al. 2006) ist ein Fragebogen mit sieben Items zur Erfassung von Symptomen einer generalisierten Angststörung bei Kindern. Die Teilnehmenden bewerten auf einer vierstufigen Likert-Skala, wie stark sie in den letzten zwei Wochen durch die beschriebenen Symptome belastet waren. Ein Gesamtwert von ≥ 10 verweist auf das Vorliegen einer Generalisierten Angststörung.
Der Short Mood and Feelings Questionnaire (SMFQ; Angold et al. 1995) ist ein Fragebogen zur Erfassung von depressiven Symptomen bei Kindern und Jugendlichen mit 13 Items. Die Teilnehmenden bewerten auf einer dreistufigen Skala, wie sehr sie in den letzten zwei Wochen von den beschriebenen Symptomen betroffen waren. Ein Gesamtwert von ≥ 12 verweist auf das Vorliegen einer Depression.
Der Patient:innenenfragebogen zur Therapieerwartung und Therapieevaluation (PATHEV; Schulte 2005) erfasst positive und negative Therapieerwartungen mit 11 Items auf einer fünfstufigen Skala. Der Fragebogen besteht aus drei Subskalen: Hoffnung auf Besserung, Furcht vor Veränderung und Passung. Die Subskalen „Hoffnung auf Besserung“ und „Furcht vor Veränderung“ messen positive bzw. negative Therapieerwartungen. Die Skala „Passung“ erfasst eine auf ersten Behandlungserfahrungen basierende Beurteilung der Therapie, welche auf Grund des querschnittlichen Designs der vorliegenden Studie nicht genutzt wurde.
Die Pediatric Symptom Checklist-17 (PSC-17; Gardner et al. 1999) ist ein Screening-Fragebogen zur Erfassung psychischer Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren. Der Fragebogen misst Schwierigkeiten in drei Bereichen: internalisierende Probleme (z. B. Ängste, depressive Symptome; Cutoff-Score ≥ 5), externalisierende Probleme (z. B. Verhaltensauffälligkeiten, Aggression; Cutoff-Score ≥ 7) und Aufmerksamkeitsprobleme (Cutoff-Score ≥ 7). Für eine detaillierte Beschreibung aller verwendeten Skalen siehe Tab. 1.
Tab. 1
Messinstrumente, Skalen, Itemzahlen Mittelwert, Standardabweichung, Cronbachs Alpha
Instrument
Skala
Anzahl Items
Mittelwert
Standardabweichung
Cronbachs Alpha
MFQ
Depression
13
14,38
7,23
0,88
GAD
Angststörung
7
11,63
5,46
0,83
CATS
Anzahl traumatischer Ereignisse
14
2,65
2,39
ITQ-CA
PTBS
6
8,93
6,27
0,82
SSO
6
11,56
6,60
0,87
A‑DES 8
Dissoziation
8
2,50
2,22
0,86
PSC-17
Aufmerksamkeitsprobleme
5
5,38
2,56
0,74
Externalisierung/Verhaltensprobleme
7
4,06
3,19
0,59
Internalisierung/kognitive Symptome
5
6,67
3,14
0,68
Gesamtsymptomatik
17
16,10
6,38
0,74
PATHEV
Hoffnung auf Besserung
4
8,98
4,16
0,84
Furcht vor Veränderung
3
4,39
3,49
0,75
Die Adolescent Dissociative Experience Scale 8 (A-DES 8; Martínez-Taboas et al. 2004) ist ein Fragebogen zur Erfassung dissoziativer Erfahrungen mit 8 Items bei Jugendlichen. Er erfasst auf einer fünfstufigen Skala, wie häufig die beschriebenen dissoziativen Erlebnisse im Alltag erfahren werden. Ein Gesamtwert ≥ 3 verweist auf das Vorliegen klinisch relevanter dissoziativer Symptome.

Statistische Analyse

In einem ersten Schritt wurden die Prävalenzraten vorliegender Störungsbilder anhand der eingesetzten, validierten Fragebögen über die jeweiligen Cutoff-Scores ermittelt und berichtet. Diese beschreiben die Prävalenz klinisch relevanter Symptome. In einem weiteren Schritt erfolgte die Untersuchung des Zusammenhangs von Therapieerwartung mit Symptombelastung, vorangegangen Ereignissen und Patient:innencharakteristika, mittels zweier linearer Regressionen für die jeweiligen PATHEV Skalen. Der Einschluss der Prädiktoren erfolgt blockweise hierarchisch. Im ersten Schritt werden sozidemographische Merkmale aufgenommen, im zweiten Schritt Traumaexposition sowie Traumafolgesymptomatik (CATS, ITQ-CA, A‑DES 8) und im dritten Schritt allgemeine Symptombelastung (MFG, GAD, PSC-17). 95 % bias korrigierte und akzelerierte Konfidenzintervalle (basierend auf 1000 Bootstraping Stichproben) wurden angegeben, um etwaige Verletzungen der Heteroskedastizität sowie Normalität vorzubeugen. Zur Untersuchung der Varianzaufklärung wurde das korrigierte R2, bei fraglichen Over Fitting aufgrund des explorativen Vorgehens, angewendet. Etwaige Multikollinearität wurde mittels Korrelationsmatrix sowie variance inflation factor (VIF) untersucht. Cook- und Mahalanobis-Abstand wurden angewendet, um Ausreißer zu identifizieren. Fehlende Werte wurden listenweise ausgeschlossen.

Ergebnisse

Deskriptive Ergebnisse und Prävalenzraten

In der vorliegenden Stichprobe wiesen 63,6 % klinisch relevante depressive Symptome auf. 63,1 % gaben an, unter einer generalisierten Angststörung zu leiden, 7,3 % erfüllten die Kriterien für eine PTBS, 29,1 % für eine komplexe PTBS und 50,0 % berichteten von einer Störung der Selbstorganisation (SSO). 34,5 % der Patient:innen berichteten von klinisch relevanten dissoziativen Symptomen und 37,4 % von Aufmerksamkeitsproblemen. 15,0 % berichteten von externalisierenden und Verhaltensproblemen und 74,8 % von internalisierenden Problemen.

Regressionsmodelle

Zuerst wurde eine lineare Regression mit der abhängigen Variable „Furcht vor Veränderung“ (PATHEV) durchgeführt. Im ersten Schritt wurden soziodemographische Variablen ins Modell aufgenommen (Tab. 2, Modell 1). Diese Variablen verbesserten die Schätzungen des Regressionsmodells im Vergleich zum Nullmodell um 2,4 %. Im Zweiten Schritt wurden Traumaexposition sowie Traumafolgesymptomatik (CATS, ITQ-CA, A‑DES 8) ins Modell inkludiert. Der Vergleich der R2 Werte zeigt, dass Modell 2 signifikant besser zu den Stichprobendaten passt. Im dritten Schritt erfolgt die Aufnahme der allgemeinen Symptombelastung (MFG, GAD, PSC-17). Der Vergleich der R2 sowie korrigiertem R2 zeigt eine signifikant bessere Passung von Modell 3. Modell 3 zeigt mit einem korrigiertem R2 von 0,276 nach Cohen (1988) eine hohe Varianzaufklärung.
Tab. 2
Lineares Modell der Prädiktoren für Furcht vor Veränderung
Koeffizienten
Modell
  
BCa 95 % Konfidenzintervall
Sig.
B
Std.-Fehler
Beta
Unterer
Oberer
Modell 1: R2=0,034, p=0,033, korrigiertes R2=0,024
Geschlecht
1,170
0,515
0,161
0,182
2,140
0,024
Alter
0,093
0,108
0,061
−0,118
0,278
0,390
Modell 2: R2=0,237, p<0,001, korrigiertes R2=0,213
Geschlecht
0,511
0,474
0,070
−0,408
1,478
0,283
Alter
−0,006
0,098
−0,004
−0,207
0,184
0,954
Trauma
0,051
0,103
0,033
−0,161
0,271
0,625
PTBS
−0,037
0,048
−0,067
−0,149
0,075
0,437
SSO
0,211
0,046
0,399
0,124
0,310
<0,001
Dissoziation
0,233
0,134
0,147
−0,032
0,485
0,085
Modell 3: R2=0,315, p<0,001, korrigiertes R2=0,276
Geschlecht
0,413
0,478
0,057
−0,564
1,363
0,388
Alter
−0,007
0,097
−0,004
−0,216
0,191
0,946
Trauma
0,058
0,102
0,038
−0,145
0,254
0,572
PTBS
−0,093
0,049
−0,167
−0,198
0,027
0,060
SSO
0,032
0,063
0,061
−0,092
0,192
0,612
Dissoziation
0,159
0,135
0,100
−0,125
0,453
0,241
Aufmerksamkeit
0,128
0,116
0,094
−0,114
0,378
0,271
Externalisierung
0,011
0,077
0,010
−0,132
0,208
0,889
Internalisierung
0,115
0,095
0,104
−0,064
0,487
0,229
Depression
0,042
0,059
0,087
−0,081
0,122
0,477
Angststörung
0,198
0,071
0,311
0,029
0,351
0,006
BCa Bootstrapped, akzeleriertes Konfidenzintervall, B unstandardisierter Regressionskoeffizient, Beta standardisierter Regressionskoeffizient, PTBS posttraumatische Belastungsstörung, SSO Störung der Selbstorganisation
Im Modell 1 ist das weibliche Geschlecht der signifikante Prädiktor für Therapieerwartung. Dieser Prädiktor ist in den weiteren Modellen nicht mehr signifikant. Im Modell 2 ist die Störung der Selbstregulation ein signifikanter Prädiktor, bei Hinzunahme der Symptombelastung (Modell 3) jedoch nicht mehr. Im Modell 3 ist die GAD ein signifikanter Prädiktor für Furcht vor Veränderung. Die Vorzeichen der Koeffizienten weisen darauf hin, dass mehr Angst-Symptomatik mit mehr Furcht vor Veränderung in Verbindung steht.
Im zweiten Modell wurde eine lineare Regression mit der abhängigen Variable „Hoffnung auf Besserung“ (PATHEV; Tab. 3) durchgeführt. Prädiktoren wurden nach dem identen Schema aufgenommen. Modell 1 (Tab. 3) zeigt keine bessere Passung im Vergleich zum Nullmodell. Modell 2 (Tab. 3) zeigt eine signifikant bessere Passung Durch die Aufnahme der Symptombelastung kann die Passung in Modell 3 (Tab. 3) weiter verbessert werden. Modell 3 (Tab. 3) zeigt mit einem korrigiertem R2 von 0,119 nach Cohen (1988) eine schwache Varianzaufklärung.
Tab. 3
Lineares Modell der Prädiktoren für Hoffnung auf Besserung
Koeffizienten
Modell
  
BCa 95 % Konfidenzintervall
Sig.
B
Std.-Fehler
Beta
Unterer
Oberer
Modell 1: R2=0,009, p=0,431, korrigiertes R2=−0,002
Geschlecht
−0,639
0,625
−0,075
−1,814
0,538
0,308
Alter
−0,077
0,135
−0,042
−0,324
0,217
0,568
Modell 2: R2=0,126, p<0,001, korrigiertes R2=0,098
Geschlecht
−0,239
0,612
−0,028
−1,482
0,894
0,696
Alter
−0,034
0,130
−0,018
−0,263
0,208
0,794
Trauma
−0,268
0,134
−0,149
−0,533
−0,025
0,048
PTBS
−0,054
0,063
−0,082
−0,196
0,101
0,393
SSO
−0,051
0,060
−0,080
−0,187
0,073
0,398
Dissoziation
−0,271
0,174
−0,144
−0,582
0,038
0,122
Modell 3: R2=0,169, p<0,001, korrigiertes R2=0,119
Geschlecht
−0,395
0,641
−0,046
−1,735
0,953
0,539
Alter
−0,127
0,133
−0,069
−0,364
0,099
0,339
Trauma
−0,196
0,136
−0,109
−0,501
0,087
0,151
PTBS
−0,063
0,066
−0,095
−0,204
0,073
0,341
SSO
0,075
0,084
0,119
−0,115
0,242
0,373
Dissoziation
−0,198
0,180
−0,105
−0,524
0,144
0,273
Aufmerksamkeit
0,096
0,154
0,059
−0,195
0,367
0,536
Externalisierung
−0,243
0,102
−0,190
−0,541
−0,050
0,018
Internalisierung
−0,031
0,127
−0,023
−0,300
0,227
0,810
Depression
−0,155
0,078
−0,268
−0,304
−0,024
0,048
Angststörung
0,026
0,095
0,034
−0,175
0,270
0,782
BCa Bootstrapped, akzeleriertes Konfidenzintervall, B unstandardisierter Regressionskoeffizient, Beta standardisierter Regressionskoeffizient, PTBS posttraumatische Belastungsstörung, SSO Störung der Selbstorganisation
Soziodemographische Variablen zeigen in dieser Regression keinen signifikanten Einfluss. Im Modell 2 (Tab. 3) ist die Anzahl erlebter Traumatisierungen ein signifikanter Prädiktor für Hoffnung auf Besserung, im Modell 3 nach Hinzunahme der Symptombelastung jedoch nicht mehr. Im Modell 3 (Tab. 3) sind der MFQ sowie die Skala Externalisierung des PSC signifikante Prädiktoren für Hoffnung auf Besserung. Konkret zeigt sich, dass stärkere depressive Symptomatik sowie mehr externalisierende Symptome mit weniger Hoffnung auf Besserung in Verbindung stehen.

Diskussion

Ziel der vorliegenden Untersuchung war, den Zusammenhang zwischen belastenden Erlebnissen, derzeitige psychopathologische Symptomatik und Therapieerwartungen zu untersuchen. Für eine gezieltere und effektivere Behandlung ist ein tieferes Verständnis von Therapieerwartungen notwendig (Hautmann et al. 2021), da diese den Behandlungserfolg in beide Richtungen signifikant beeinflussen (Edwards und Fehm 2023). Die vorliegenden Ergebnisse liefern erste Einblicke in die Bedeutung von Therapieerwartungen bei Kindern und Jugendlichen in einem kinder- und jugendpsychiatrischen Setting und verdeutlichen deren Zusammenhang mit vorliegenden Symptombelastungen.
In Bezug auf negative Therapieerwartungen („Furcht vor Veränderung“) zeigte sich, nach Kontrolle aller anderen möglichen Einflussfaktoren (Alter, Geschlecht, traumatische Erlebnisse, komorbide Psychopathologie), eine signifikante Vorhersage durch eine bestehende Angstsymptomatik. Ein möglicher Erklärungsansatz dafür könnte in der grundlegenden Symptomatik generalisierter Angst liegen, die nach ICD 11 (World Health Organization 2022), als anhaltend und übergreifend definiert wird, sodass diese auch die Angst vor Veränderung umfassen könnte. Damit übereinstimmend wurden bei Erwachsenen Zusammenhänge zwischen Angstsymptomatik und negativen Zukunftserwartungen festgestellt (Miranda und Mennin 2007).
In Bezug auf positive Therapieerwartungen („Hoffnung auf Besserung“) zeigte sich, dass diese in signifikantem Ausmaß invers durch depressive und externalisierende Symptomatik vorhergesagt werden konnte. Nach Kontrolle aller anderen möglichen Einflussfaktoren, hängen höhere Ausmaße an depressiven und/oder externalisierenden Symptomen mit verringerter positiver Therapieerwartung zusammen. Diese verringerte Erwartung kann durch unterschiedliche theoretische Modelle erklärt werden: Einmal über die Hoffnungslosigkeitstheorie (Iacoviello et al. 2013), nach der Betroffene die Überzeugung entwickeln, dass zukünftige Ereignisse negativ und unkontrollierbar sind. Kinder und Jugendliche könnten glauben, dass selbst mit therapeutischer Unterstützung keine Verbesserung ihrer Situation möglich ist. Diesen Ansatz ergänzt die Theorie der erlernten Hilflosigkeit (Seligman und Petermann 2016). Nämlich, dass die Fähigkeit, durch eigenes Handeln positive Veränderungen herbeizuführen, reduziert ist. Die kognitive Theorie der Depression (Beck und Alford 2009) legt zudem nahe, dass negative Gedanken zu einer allgemeinen Abwertung positiver Möglichkeiten führen können. Dies konnte durch weitere Studien (Alloy et al. 2006; Wang et al. 2013) bestätigt werden.
Interessanterweise zeigte sich kein Zusammenhang von Behandlungserwartungen und erlebten belastenden Erfahrungen und einer damit zusammenhängenden Symptomatik. Eine mögliche Erklärung für den fehlenden Zusammenhang zwischen belastenden Erfahrungen und Behandlungserwartungen könnte in den vermeidenden Verarbeitungsstrategien liegen, die häufig im Zusammenhang mit belastenden Erlebnissen auftreten. Eine reduzierte kognitiven Auseinandersetzung mit der Behandlung könnte zu weniger ausgeprägten, differenzierten oder bewussten Erwartungen führen.
Soziodemographische Daten, wie Geschlecht und Alter, wiesen nach Kontrolle der anderen inkludierten Variablen keinen signifikanten Erklärungswert in Bezug auf Therapieerwartungen auf. Dies könnte darauf hindeuten, dass Therapieerwartungen als Konstrukt weitreichend homogene Gültigkeit besitzen und weniger mit Geschlecht oder Alter variieren. Damit könnten die vorliegenden Ergebnisse erste explorative Hinweise darauf geben, dass die Therapieerwartung bei Kindern und Jugendlichen ein ähnliches Konzept wie bei Erwachsenen darstellt.

Limitationen

Trotz der vorliegenden Stärken der Studie (umfangreiche klinische Stichprobe, Verwendung ausschließlich validierter und vielseitig verwendeter Fragebögen, statistische Kontrolle unerwünschter Nebeneffekte, Inkludierung unterschiedlicher klinisch relevanter Variablen), weist die vorliegende Untersuchung Limitationen auf. Der explorative Charakter der Studie und eine fehlende Studienlage im Kinder- und Jugendbereich ermöglichen lediglich eine eingeschränkte theoretische Fundierung, vor deren Hintergrund die Ergebnisse interpretiert werden können. Weiters handelt es sich um eine Querschnittserhebung, die jede Art der gerichteten Interpretation verunmöglicht und eine Evaluation von Behandlungserfolg nicht ermöglicht. Zuletzt muss angemerkt werden, dass der PATHEV trotz vormaligem Einsatz im Kinder- und Jugendbereich keine nachgewiesene Validierung im Kindesalter aufweist.

Schlussfolgerungen

In der vorliegenden Untersuchung konnte erstmals anhand wissenschaftlicher Daten belegt werden, dass positive und negative Therapieerwartungen nach Kontrolle von potenziell relevanten Drittvariablen mit spezifischen psychischen Störungsbildern in Zusammenhang stehen. Während Angstsymptome mit negativer Therapieerwartung (Furcht vor Veränderung) in Zusammenhang stehen, stehen depressive und externalisierende Symptome mit reduzierter positiver Therapieerwartung (Hoffnung auf Besserung) in Zusammenhang.
Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse sowie der Tatsache, dass Psychotherapie bei Kindern meist auf Initiative von Erwachsenen begonnen wird (Schonert-Reichl und Muller 1996), ist es zentral, Behandlungserwartungen frühzeitig systematisch zu erfassen und störungsspezifisch zu fördern (Edwards und Fehm 2023). Da sich Behandlungserwartungen in einem wechselseitigen Prozess mit therapeutischen Fortschritten beeinflussen können und sowohl negativ als auch positiv verstärken, (Edwards und Fehm 2023), sind partizipative und individualisierte Behandlungsansätze notwendig (Wedemeyer und Wiesemann 2017). Eine Routinemäßige Erfassung der Erwartungen könnte durch erwartungsfokussierte psychotherapeutische Interventionen (Kube et al. 2019) erfolgen. Motivationale Ansätze wie die motivierende Gesprächsführung (Miller und Rollnick 2015), psychoedukative Elemente und eine Berücksichtigung von lerngeschichtlichen Elementen (Rief und Glombiewski 2016) können hilfreiche Ansätze darstellen, um eine intrinsische Veränderungsmotivation zu aktivieren und eine positive Erwartung zu fördern.
Insgesamt wird eine stärkere Beachtung der Perspektiven von jungen Patient:innen, ihren Bedürfnissen und Erwartungen vor dem Hintergrund der jeweilig vorliegenden Störungsbilder zur Verbesserung des Behandlungserfolgs empfohlen. So könnte bei Kindern und Jugendlichen mit ängstlicher Symptomatik stärker mit psychoedukativen und angstreduzierenden Elementen in Bezug auf Veränderungen durch die Psychotherapie gearbeitet werden. Bei depressiven und externalisierenden Kindern und Jugendlichen könnten zum Aufbau intrinsischer Veränderungsmotivation vermehrt erwartungsfokussierte und partizipative psychotherapeutische Interventionen zum Einsatz kommen. Die Untersuchung der Wirksamkeit dieser Ansätze und Interventionen steht jedoch sowohl im Erwachsenen-, als auch im Kinder- und Jugendbereich noch weitgehend aus. Weitere Studien im Kinder- und Jugendbereich sind erforderlich, um dieses Thema zu vertiefen und zu evaluieren, wie und auf welche Weise der Einbezug von Therapieerwartungen eine effektive Therapie unterstützen können.

Interessenkonflikt

B. Amanshauser, D. Ipolt, A. Haselgruber, S. Schröter, A. Maletzky, J. Noske, K. Zajec und D. Weindl-Wagner geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Download
Titel
„Wer kann mir schon helfen?“
Der Zusammenhang von Therapieerwartungen, Symptombelastungen und belastenden Erlebnissen in einer Stichprobe österreichischer Kinder- und Jugendpsychiatrie-Patient:innen
Verfasst von
Bruno Amanshauser
Dana Ipolt
Alexander Haselgruber
Sandra Schröter
Anna Maletzky
Judith Noske
Karin Zajec
Dina Weindl-Wagner
Publikationsdatum
02.06.2025
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Psychotherapie Forum / Ausgabe 1-2/2025
Print ISSN: 0943-1950
Elektronische ISSN: 1613-7604
DOI
https://doi.org/10.1007/s00729-025-00282-6
Zurück zum Zitat Alloy, L. B., Abramson, L. Y., Whitehouse, W. G., Hogan, M. E., Panzarella, C., & Rose, D. T. (2006). Prospective incidence of first onsets and recurrences of depression in individuals at high and low cognitive risk for depression. Journal of Abnormal Psychology, 115, 145.CrossRefPubMed
Zurück zum Zitat Angold, A., Costello, E. J., Messer, S. C., & Pickles, A. (1995). Development of a short questionnaire for use in epidemiological studies of depression in children and adolescents. International Journal of Methods in Psychiatric Research, 5, 237–249.
Zurück zum Zitat Beck, A. T., & Alford, B. A. (2009). Depression: causes and treatment. University of Pennsylvania Press.CrossRef
Zurück zum Zitat Carlberg, G., Thorén, A., Billström, S., & Odhammar, F. (2009). Children’s expectations and experiences of psychodynamic child psychotherapy. Journal of Child Psychotherapy, 35, 175–193.CrossRef
Zurück zum Zitat Cloitre, M., Bisson, J., Brewin, C., Hyland, P., Karatzias, T., Lueger-Schuster, B., & Shevlin, M. (2018). International trauma questionnaire–Child and adolescent version (ITQ-CA). Measurement instrument] (Unpublished instrument).
Zurück zum Zitat Cohen, J. (1988). Statistical power analysis for the behavioral sciences (2nd ed.). Hillsdale, N.J.: L. Erlbaum Associates.
Zurück zum Zitat Cohen, M., Beard, C., & Björgvinsson, T. (2015). Examining patient characteristics as predictors of patient beliefs about treatment credibility and expectancies for treatment outcome. Journal of Psychotherapy Integration, 25, 90.CrossRef
Zurück zum Zitat Compas, B. E., Connor-Smith, J. K., Saltzman, H., Thomsen, A. H., & Wadsworth, M. E. (2001). Coping with stress during childhood and adolescence: Problems, progress, and potential in theory and research. Psychological Bulletin, 127, 87.CrossRefPubMed
Zurück zum Zitat Constantino, M. J., Ametrano, R. M., & Greenberg, R. P. (2012). Clinician interventions and participant characteristics that foster adaptive patient expectations for psychotherapy and psychotherapeutic change. Psychotherapy, 49, 557.CrossRefPubMed
Zurück zum Zitat Constantino, M. J., Vîslă, A., Coyne, A. E., & Boswell, J. F. (2018). A meta-analysis of the association between patients’ early treatment outcome expectation and their posttreatment outcomes. Psychotherapy, 55, 473.CrossRefPubMed
Zurück zum Zitat Edwards, L., & Fehm, L. (2023). Positive und negative Therapieerwartungen sagen Therapieerfolg vorher. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie. 52, 98–107.
Zurück zum Zitat Einsle, F., & Härtling, S. (2015). Die Erforschung der Psychotherapie: Aktueller Stand und Themen für die Zukunft. Psychotherapie-Wissenschaft, 5, 38–50.
Zurück zum Zitat Galatzer-Levy, I. R., Nickerson, A., Litz, B. T., & Marmar, C. R. (2013). Patterns of lifetime PTSD comorbidity: a latent class analysis. Depression and Anxiety, 30, 489–496.CrossRefPubMed
Zurück zum Zitat Gardner, W., Murphy, M. B., Childs, G. E., Kelleher, K. J., Pagano, M., Jellinek, M. S., McInerny, T. K., Wasserman, R. C., Pa, N., Chiappetta, L., & Sturner, R. A. (1999). The PSC-17: a brief pediatric symptom checklist with psychosocial problem subscales. A report from PROS and ASPN. Ambulatory Child Health, 5, 225–236.
Zurück zum Zitat Glass, C. R., Arnkoff, D. B., & Shapiro, S. J. (2001). Expectations and preferences. Psychotherapy: Theory, Research, Practice, Training, 38, 455–461.CrossRef
Zurück zum Zitat Greenberg, R. P., Constantino, M. J., & Bruce, N. (2006). Are patient expectations still relevant for psychotherapy process and outcome? Clinical Psychology Review, 26, 657–678.CrossRefPubMed
Zurück zum Zitat Grosse Holtforth, M., Krieger, T., Bochsler, K., & Mauler, B. (2011). The prediction of psychotherapy success by outcome expectations in inpatient psychotherapy. Psychotherapy and Psychosomatics, 80, 321–322.CrossRef
Zurück zum Zitat Hautmann, C., Rausch, J., Geldermann, N., Oswald, F., Gehlen, D., Hellmich, M., Rosenberger, K. D., Samel, C., Woitecki, K., & Walter, D. (2021). Progress feedback in children and adolescents with internalizing and externalizing symptoms in routine care (OPTIE study): Study protocol of a randomized parallel-group trial. BMC Psychiatry, 21, 1–14.CrossRef
Zurück zum Zitat Iacoviello, B. M., Alloy, L. B., Abramson, L. Y., Choi, J. Y., & Morgan, J. E. (2013). Patterns of symptom onset and remission in episodes of hopelessness depression. Depression and Anxiety, 30, 564–573.CrossRefPubMed
Zurück zum Zitat Kube, T., Glombiewski, J. A., & Rief, W. (2019). Erwartungsfokussierte psychotherapeutische Interventionen bei Personen mit depressiver Symptomatik. Verhaltenstherapie, 29, 281–291.CrossRef
Zurück zum Zitat Liebherz, S., von Wolff, A., Kriston, L., & Rabung, S. (2015). Welche Merkmale sagen die Behandlungsdauer und das Behandlungsergebnis von psychotherapeutischer Krankenhausbehandlung voraus? Psychiatrische Praxis, 42, 181–190.CrossRefPubMed
Zurück zum Zitat Martínez-Taboas, A., Shrout, P. E., Canino, G., Chavez, L. M., Ramírez, R., Bravo, M., Bauermeister, J. J., & Ribera, J. C. (2004). The psychometric properties of a shortened version of the Spanish adolescent dissociative experiences scale. Journal of Trauma & Dissociation, 5, 33–54.CrossRef
Zurück zum Zitat Meyer, B., Pilkonis, P. A., Krupnick, J. L., Egan, M. K., Simmens, S. J., & Sotsky, S. M. (2002). Treatment expectancies, patient alliance and outcome: further analyses from the National Institute of Mental Health Treatment of Depression Collaborative Research Program. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 70, 1051.CrossRefPubMed
Zurück zum Zitat Miller, W. R., & Rollnick, S. (2015). Motivierende Gesprächsführung: Motivational Interviewing (3. Aufl.). Lambertus.
Zurück zum Zitat Miranda, R., & Mennin, D. S. (2007). Depression, generalized anxiety disorder, and certainty in pessimistic predictions about the future. Cognitive Therapy and Research, 31, 71–82.CrossRef
Zurück zum Zitat Petrie, K. J., & Rief, W. (2019). Psychobiological mechanisms of placebo and nocebo effects: pathways to improve treatments and reduce side effects. Annual review of psychology, 70, 599–625.
Zurück zum Zitat Rief, W., & Glombiewski, J. A. (2016). Erwartungsfokussierte Psychotherapeutische Interventionen (EFPI). Verhaltenstherapie, 26, 47–54.CrossRef
Zurück zum Zitat Rosenzweig, S. (1936). Some implicit common factors in diverse methods of psychotherapy. American journal of Orthopsychiatry, 6, 412.CrossRef
Zurück zum Zitat Sachser, C., Berliner, L., Holt, T., Jensen, T. K., Jungbluth, N., Risch, E., Rosner, R., & Goldbeck, L. (2017). International development and psychometric properties of the Child and Adolescent Trauma Screen (CATS). Journal of Affective Disorders, 210, 189–195.CrossRefPubMed
Zurück zum Zitat Schonert-Reichl, K. A., & Muller, J. R. (1996). Correlates of help-seeking in adolescence. Journal of youth and adolescence, 25, 705–731.CrossRef
Zurück zum Zitat Schulte, D. (2005). Messung der Therapieerwartung und Therapieevaluation von patienten (PATHEV). Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie, 34, 176–187.CrossRef
Zurück zum Zitat Seligman, M. E. P., & Petermann, F. (2016). Erlernte Hilflosigkeit (5. Aufl.). Weinheim: Beltz.
Zurück zum Zitat Skrivanek, C., Marte, E., Winds, K., Thun-Hohenstein, L., & Plattner, B. (2019). Verteilungsmuster psychopathologischer Störungen und deren Bezug zum psychosozialen Hintergrund bei Erstvorstellungen an der Terminambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universitätsklinik Salzburg. Neuropsychiatrie, 33, 151–159.CrossRefPubMed
Zurück zum Zitat Spitzer, R. L., Kroenke, K., Williams, J. B., & Löwe, B. (2006). A brief measure for assessing generalized anxiety disorder: The GAD‑7. Archives of Internal Medicine, 166, 1092–1097.CrossRefPubMed
Zurück zum Zitat Taylor, D. J., Walters, H. M., Vittengl, J. R., Krebaum, S., & Jarrett, R. B. (2010). Which depressive symptoms remain after response to cognitive therapy of depression and predict relapse and recurrence? Journal of Affective Disorders, 123, 181–187.CrossRefPubMed
Zurück zum Zitat Wang, L., Liu, L., Shi, S., Gao, J., Liu, Y., Li, Y., Zhang, Z., Wang, G., Zhang, K., Tao, M., Gao, C., Li, K., Wang, X., Lv, L., Jiang, G., Wang, X., Jia, H., Zhang, J., Lu, C., & Kendler, K. S. (2013). Cognitive trio: relationship with major depression and clinical predictors in Han Chinese women. Psychological Medicine, 43, 2265–2275.CrossRefPubMedPubMedCentral
Zurück zum Zitat Webb, C. A., Kertz, S. J., Bigda-Peyton, J. S., & Björgvinsson, T. (2013). The role of pretreatment outcome expectancies and cognitive–behavioral skills in symptom improvement in an acute psychiatric setting. Journal of Affective Disorders, 149, 375–382.CrossRefPubMedPubMedCentral
Zurück zum Zitat Wedemeyer, F., & Wiesemann, C. (2017). Ziele und Methoden der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Psychiatrie. , 22, 243–266.
Zurück zum Zitat World Health Organization (2022). The 11th revision of the international classification of diseases. https://icd.who.int/en. Zugegriffen: 2. Jan. 2025.