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Erschienen in: neuropsychiatrie 4/2017

30.06.2017 | originalarbeit

Wer braucht die Nachtklinik? – Stellenwert eines teilstationären Angebotes

verfasst von: med. prakt. Constanze Stutz, Prof. Dr. med. Wolfram Kawohl, Dr. med. Christoph Platz, Dr. Dipl.-Psych. Ingeborg Warnke, PD Dr. med. Matthias Jäger

Erschienen in: neuropsychiatrie | Ausgabe 4/2017

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Zusammenfassung

Hintergrund

Die Nachtklinik ist ein teilstationäres Behandlungsangebot, welches Menschen mit psychischen Erkrankungen ermöglicht, intensive Behandlung und Betreuung in den Abendstunden zu erhalten und gleichzeitig ihrer bestehenden Arbeit bzw. Tagesstruktur nachzugehen. Diese Studie hatte zum Ziel, die Patienten der Zürcher Nachtklinik und die Funktionen dieses Behandlungssettings differenziert zu charakterisieren.

Methodik

Retrospektive Auswertung von klinischen und soziodemographischen Basisdaten von 253 Patienten aus den Jahren 2008 bis 2013. Deskriptive und vergleichende Auswertung von Subgruppen, unterteilt nach Lebenssituation vor Aufnahme und nach Entlassung aus der Nachtklinik.

Ergebnisse

Patienten, die von zu Hause in die Nachtklinik aufgenommen werden, unterscheiden sich bezüglich einiger Parameter deutlich von jenen, die aus der psychiatrischen Klinik verlegt werden. Letztere sind sozial beeinträchtigter (lediger Zivilstand, Invalidenrente, seltener arbeitstätig), haben tendenziell eher eine psychotische Störung und werden häufiger in betreute Wohneinrichtungen entlassen.

Schlussfolgerungen

Neben einer Alternative für stationäre Aufenthalte bei berufstätigen Personen erfüllt die Nachtklinik eine rehabilitative Aufgabe für wohnungslose Menschen mit vornehmlich psychotischen Erkrankungen. Sie trägt für diese Patientengruppen zu einer Vermeidung oder Verkürzung vollstationärer Klinikaufenthalte bei.
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Metadaten
Titel
Wer braucht die Nachtklinik? – Stellenwert eines teilstationären Angebotes
verfasst von
med. prakt. Constanze Stutz
Prof. Dr. med. Wolfram Kawohl
Dr. med. Christoph Platz
Dr. Dipl.-Psych. Ingeborg Warnke
PD Dr. med. Matthias Jäger
Publikationsdatum
30.06.2017
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
neuropsychiatrie / Ausgabe 4/2017
Print ISSN: 0948-6259
Elektronische ISSN: 2194-1327
DOI
https://doi.org/10.1007/s40211-017-0233-2