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21.08.2017 | originalarbeit | Ausgabe 15-16/2018

Wiener Medizinische Wochenschrift 15-16/2018

Welche Patienten aus der Routinebetreuung verwenden das neue Insulin-Analogon Glargin U300 im Vergleich zu Patienten mit Glargin U100?

Eine multizentrische Analyse von 14.123 Patienten mit Insulin Glargin aus den Diabetesregistern DPV und DIVE

Zeitschrift:
Wiener Medizinische Wochenschrift > Ausgabe 15-16/2018
Autoren:
Barbara Bohn, Peter Bramlage, Christian Wagner, Matthias Kaltheuner, Reinhard Welp, Stefan Sziegoleit, Artur Zimmermann, Hans Martin Reuter, Michael Hummel, Jörg Gloyer, Reinhard W. Holl, Thomas Danne

Zusammenfassung

Hintergrund

Glargin U300 (Gla-300) ist eine Weiterentwicklung von Glargin U100 (Gla-100) und seit 2015 in Deutschland und Österreich erhältlich. Ziel war es zu untersuchen, wie sich auf Gla-300 ein-/umgestellte Patienten von zeitgleich auf Gla-100 eingestellte Patienten unterscheiden. Zusätzlich wurde überprüft, ob sich Gla-300 Patienten aus der Routinebetreuung von denen im klinischen Studienprogramm EDITION unterscheiden.

Methoden

Die Diabetesregister DPV und DIVE wurden ausgewertet. Eingeschlossen wurden Patienten, die 2015 auf Gla-100 oder Gla-300 ein-/umgestellt wurden. Lineare Regressionsmodelle wurden für das Körpergewicht (KG), den BMI, den HbA1C, die tägliche Gesamt- und Basalinsulindosis/kgKG erstellt und ein negativ binomiales Model für schwere Hypoglykämien. Es wurde für Alter, Geschlecht und Diabetesdauer adjustiert.

Ergebnisse

14.123 Patienten wurden identifiziert (Gla-100: 11.397; Gla-300: 2726). Gla-300 Patienten mit T1D waren älter, Patienten mit T2D jünger als Gla-100 Patienten (beide p < 0,0001). Gla-300 Patienten wiesen eine längere Diabetesdauer auf (beide p < 0,0001). Patienten, die auf Gla-300 ein-/umgestellt wurden wiesen ein höheres KG, einen höheren BMI und einen niedrigeren Ausgangs-HbA1C auf. Die Hypoglykämierate unterschied sich nicht. Die Gesamt- und Basalinsulindosis/kgKG waren bei Gla-300 höher.
DPV/DIVE Patienten waren älter, leichter und häufiger männlich als Patienten aus EDITION. T1D Patienten aus DPV/DIVE wiesen einen höheren HbA1C auf.

Schlussfolgerung

Daten aus den Diabetesregistern DPV/DIVE weisen darauf hin, dass sich Merkmale zwischen Gla-300 und Gla-100 Patienten zu Beginn der Therapie unterscheiden. Diese Analyse liefert ergänzende Informationen zum EDITION Studienprogramm.

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Literatur
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