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12.04.2019 | Leitthema | Sonderheft 1/2019

Pädiatrie & Pädologie 1/2019

Was können Gesundheitslotsen und -lotsinnen leisten?

Das Projekt SALUS

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Sonderheft 1/2019
Autor:
Dipl. Psych. Ursula Liebing
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Das Projekt SALUS richtet sich an Menschen mit Migrationshintergrund, da zugewanderte Frauen und Männer einen erhöhten Orientierungsbedarf im Hinblick auf das Gesundheitssystem, dessen Beratungs‑, Vorsorge- und Präventionsangebote haben. Seit dem Jahr 2015 wurden im Projekt SALUS Peers aus migrantischen Communities in einem partizipativ entwickelten Salzburger Lehrgang zu Gesundheitslotsen und -lotsinnen qualifiziert. Zudem konnten sie an einer Basisqualifikation für Laiendolmetscher teilnehmen.
Gesundheitslotsen können mit Unterstützung von SALUS gegen Bezahlung und bedarfsorientiert verschiedene gesundheitsbezogene Veranstaltungsformate für Personen aus ihrem Umfeld umsetzen, bei Bedarf muttersprachlich und mit Fachreferenten. Hierdurch gelingt es, auf Informations- und Orientierungsbedarfe zu antworten, die andernfalls gar nicht sichtbar würden.
Gesundheitslotsen leisten somit wichtige und niederschwellige Präventions- und Orientierungsarbeit, im Gesundheitsbereich, im psychosozialen Bereich und in der Psychoedukation. Für Menschen aus ihrem Umfeld fungieren sie als Brückenbauer in das Gesundheitssystem. Sie sind jedoch keine professionellen Gesundheitsdienstleister und sie können eine systematische interkulturelle Öffnung und Diversitätsorientierung des Gesundheitssystems nicht ersetzen; auch der Abbau von strukturellen Zugangsbarrieren zur Versorgung, sei es im extramuralen oder im intramuralen Bereich, oder die längerfristige niederschwellige Begleitung von Menschen mit gesundheitsbezogenem Unterstützungsbedarf kann durch Lotsen und Lotsinnen nicht geleistet werden.

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